Rostock startet Bau des ersten kommunalen Rechenzentrums in MV!
Rostock plant 2026 den Bau eines kommunalen Rechenzentrums zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und Unabhängigkeit.

Rostock startet Bau des ersten kommunalen Rechenzentrums in MV!
In Rostock laufen die Planungen für das erste städtische Rechenzentrum in Mecklenburg-Vorpommern auf Hochtouren. Im Gewerbegebiet Toitenwinkel soll ein modernes Funktionsgebäude entstehen, das nicht nur die digitale Infrastruktur der Kommune verbessert, sondern auch neue Maßstäbe in der Datensicherheit setzt. Dr. Chris von Wrycz Rekowski, der Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung, hebt die entscheidende Bedeutung des Projekts hervor, das den Bedürfnissen von Cloud-Diensten und digitalen Verwaltungsangeboten gerecht werden soll. Der Bau eines Rechenzentrums kommt gerade rechtzeitig, da sich der Bedarf an Rechen- und Speicherkapazitäten stetig erhöht, insbesondere durch den Anstieg von Videokonferenzen und Online-Diensten. Laut der Ostsee-Zeitung wird das Rechenzentrum 24 Stunden am Tag betrieben und von den Stadtwerken Rostock mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.Ostsee-Zeitung berichtet, dass …
Die Stadt investiert insgesamt sechs Millionen Euro in dieses zukunftsorientierte Projekt, das seit zwei Jahren zusammen mit dem Cottbuser Unternehmen PBIT Systeme entwickelt wird. Mit einer Leistung von 100 Kilowatt sollen 50 Prozent der Kapazität direkt von der Stadt genutzt werden, während die restlichen Kapazitäten an Partner wie das Südstadt-Klinikum und Rostock Business vergeben werden. Sollte der Bedarf steigen, ist sogar der Bau eines zweiten Gebäudes mit einer Kapazität von 200 Kilowatt in Planung, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, berichtet die Ostsee-Zeitung weiter.
Ein Schritt Richtung digitale Unabhängigkeit
Ein zentrales Ziel des Rechenzentrums ist die Stärkung der digitalen Unabhängigkeit von externen Cloud-Anbietern. Dieser Schritt wird in der Region als richtungsweisend angesehen, um die Datensicherheit der kommunalen Verwaltung zu erhöhen und die Einhaltung nationaler sowie europäischer Datenschutzstandards zu gewährleisten. Die Deutsche Telekom wird das Rechenzentrum zunächst für zehn Jahre betreiben, wonach die Stadt die Kontrolle übernehmen kann. Solche Entwicklungen sind auch ein Teil des größeren Trends zur Ansiedelung von Rechenzentren in Ostdeutschland, wo, wie die MDR berichtet, ausreichend Netzanschlusskapazitäten und erneuerbare Energien verfügbar sind.MDR erklärt, dass …
Die Ansiedelung von Rechenzentren in strukturschwachen Regionen soll nicht nur die digitale Infrastruktur verbessern, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen. Der Ausbau der Rechenzentrumsbranche könnte positive regionale Effekte auslösen, indem lokale Unternehmen und Dienstleister profitieren. Trotz früherer Anwohnerproteste wegen Lärmbelästigung hofft Wagner auf ein gutes Verständnis für die Notwendigkeit solcher Einrichtungen. Durch die Nutzung von Abwärme bieten Rechenzentren sogar die Möglichkeit, für eine nachhaltige Lösung in der Energieversorgung aufzutreten und als Vorbild für weitere Projekte in der Region zu dienen.
Mit der Umsetzung dieses wichtigen Projekts könnte Rostock nicht nur auf die aktuellen technologischen Anforderungen reagieren, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Schaffung einer digitalen Zukunft leisten. Die Pläne sind zudem Teil der strategischen Überlegungen, die gesamte Ostdeutschland besser zu positionieren und ungenutzte Potenziale in der Branche zu aktivieren.