Ziesendorf vor Rückkehr als Flüchtlingsunterkunft – Landkreis unter Druck!
Rostock steht im Fokus: Flüchtlingsunterkünfte überlastet, Ziesendorf als mögliche Lösung. Aktuelle Migrantenzahlen und Herausforderungen.

Ziesendorf vor Rückkehr als Flüchtlingsunterkunft – Landkreis unter Druck!
Die aktuelle Situation rund um die Unterbringung von Flüchtlingen im Landkreis Rostock wirft Fragen auf. Der Landkreis plant, das ehemalige Cola-Werk in Ziesendorf als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, was bei der lokalen Bevölkerung auf Widerstand stößt. Bereits bei früheren Überlegungen wurde deutlich, dass Ziesendorf aus dem Rennen fiel, als die Flüchtlingszahlen im Landkreis sanken. Laut svz.de leben zum jetzigen Zeitpunkt, Stand Ende Juni 2025, insgesamt 13.978 Migranten im Landkreis Rostock.
Die größte Gruppe unter diesen Migranten stammt aus der Ukraine mit 3.615 Personen, gefolgt von 1.736 Polen und 1.238 Syrern. Auch Afghanen (694) und Rumänen (672) sind unter den in Rostock lebenden Migranten zu finden. Sozialdezernentin Anja Kerl (SPD) hebt hervor, dass die Zuwanderung in den letzten Monaten eine hohe Dynamik gezeigt hat, die ernst genommen werden müsse. Daher sind die Flüchtlingsunterkünfte derzeit bis auf den letzten Platz gefüllt, mit einer durchschnittlichen Belegung von 87%, bei einigen Unterkünften sogar von bis zu 97%.
Die aktuelle Belegung der Unterkünfte
Wie der Bericht von svz.de zeigt, gibt es verschiedene Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Rostock, deren Verträge bald auslaufen. Das Jugendhaus in Teterow beispielsweise hat 73 Plätze, von denen derzeit 53 belegt sind; der Vertrag endet im Mai 2026. In Elmenhorst stehen 60 Plätze zur Verfügung, wobei 31 bereits belegt sind; hier läuft der Vertrag im März 2026 aus. Auch in Schwarzenpfost und Schwarzheide enden die Unterkünfte 2026, insgesamt kommen hier 270 Plätze hinzu.
Die Überlegungen zur Schaffung neuer Unterkünfte in Ziesendorf sind nicht ganz vom Tisch, bestärkt durch die gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung von Unterkünften. Gespräche über eine mögliche Verlängerung bestehender Verträge laufen, jedoch ist der Ausgang unsicher. Anja Kerl betont, dass Ziesendorf möglicherweise wieder in den Fokus rücken könnte, wenn sich die Situation nicht ändert.
Wie geht es weiter?
Angesichts der hohen Auslastung der bestehenden Unterkünfte besteht dringender Handlungsbedarf. Der Landkreis Rostock sieht sich gefordert, Lösungen zu finden, um den anhaltenden Zuzug von Migranten zu bewältigen. Bei so vielen verschiedenen Nationalitäten und individuellen Geschichten ist es wichtig, sich mit den Bedürfnissen der Menschen auseinanderzusetzen und die Integration zu fördern. Es bleibt abzuwarten, wie die Situation weiterentwickelt wird und ob Ziesendorf tatsächlich wieder eine Rolle in der Unterbringung von Flüchtlingen spielen wird.