Alarmstufe Rot: Suchtberatung in Schwerin kämpft um 13.200 Euro!
Die LAKOST MV warnt vor einer 13.200 Euro Finanzierungslücke in der Suchtberatung Schwerin, die dringend Lösungen erfordert.

Alarmstufe Rot: Suchtberatung in Schwerin kämpft um 13.200 Euro!
In Schwerin wachsen die Bedenken um die finanzielle Sicherheit der Suchtberatung. Die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern (LAKOST MV) hat eine alarmierende Finanzierungslücke von 13.200 Euro identifiziert. Laut einem Bericht von Schwerin.News fordert die Geschäftsführerin der Evangelischen Suchtkrankenhilfe MV, Birgit Grämke, in einem Schreiben an die Schweriner Stadtvertretung eine sofortige Lösung. Die Suchtberatung spielt eine entscheidende Rolle, indem sie Krisen stabilisiert, Therapiewege begleitet und Angehörige entlastet.
Die laute Warnung der LAKOST betrifft die Verlässlichkeit im Hilfesystem. Sucht ist nicht nur ein persönliches Problem, sondern wird als ernst zu nehmende, potenziell lebensbedrohliche Krankheit betrachtet. Die LAKOST appelliert an die Politik, den Widerspruch des Oberbürgermeisters zurückzuweisen und die vollständige Förderung für 4,5 Fachkräfte der Suchtberatung in Schwerin zu sichern. „Eine Ausdünnung der Beratung führt zu höheren Folgekosten in anderen Bereichen, etwa in der Jugendhilfe oder im Gesundheitssystem“, betont die LAKOST.
Finanzierungsproblematik in Deutschland
Diese Situation ist nicht einzigartig für Schwerin. Eine Umfrage der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zeigt, dass etwa 75 % der Suchtberatungsstellen in Deutschland ihre Kosten nicht decken können. Der Bericht von Ärzteblatt macht deutlich, dass der Fachkräftemangel und die steigende Nachfrage, besonders nach der Einführung des Cannabisgesetzes, die Lage verschärfen. Laut Geschäftsführerin Christina Rummel ist ohne eine Lösung der Finanzierungsprobleme ein flächendeckender Zusammenbruch der Suchtberatung in Deutschland gefährdet.
Die Herausforderungen sind enorm. Prekäre kommunale Haushalte, die schwankende Zuschüsse für Prävention und Beratung leisten, während Therapiekosten erstattet werden, tragen zur Unsicherheit bei. Kritiker, wie der Leiter eines Ministeriums in Hessen, bemängeln ein ungerechtes Zweiklassensystem in der Suchthilfe und fordern eine neue, abgestimmte bundesweite Strategie, um den wachsenden Bedarf zu decken.
Die Rolle der Prävention
Die LAKOST fordert eine vorausschauende Strategie zur Suchtprävention, die als fiskalisch rational und sozialpolitisch notwendig erachtet wird. Der Aufruf zur Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen könnte ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Beratungsangebote in Schwerin und darüber hinaus sein. „Eine gesicherte Finanzierung ist nicht nur ein Schutz für die Beratungsstellen, sondern auch für die gesamte Stadtgesellschaft“, erklärt die LAKOST. Der Kern dieser Debatte ist mehr als nur eine Frage des Geldes – es geht um die Vermeidung von abgebrochenen Hilfeketten und die Sicherstellung eines verlässlichen Hilfesystems.
Die Unterstützung der Politik ist also zwingend notwendig, um die Suchtberatung in Schwerin und bundesweit zu sichern. Die LAKOST appelliert in höchsten Tönen an die Verantwortlichen, die ernsthaften Erkrankungen endlich die Bedeutung beizumessen, die sie verdienen. Nicht zuletzt ist es im Sinne der Daseinsvorsorge unabdingbar, dass Hilfesuchende die Unterstützung erhalten, die sie benötigten.