Bewegende Künstlergeschichten: Tage des Exils in Schwerin beginnen!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Schwerin feiert vom 8. bis 14. November die Tage des Exils mit Konzerten und Lesungen, um Künstlergeschichten sichtbar zu machen.

Schwerin feiert vom 8. bis 14. November die Tage des Exils mit Konzerten und Lesungen, um Künstlergeschichten sichtbar zu machen.
Schwerin feiert vom 8. bis 14. November die Tage des Exils mit Konzerten und Lesungen, um Künstlergeschichten sichtbar zu machen.

Bewegende Künstlergeschichten: Tage des Exils in Schwerin beginnen!

In Schwerin wird die Erinnerung an Schicksale von exilierten und geächteten Künstlern lebendig: Vom 8. bis 14. November findet das Event „Tage des Exils Schwerin & Festival für verfemte Musik“ statt. Dieses bedeutende Ereignis wurde ins Leben gerufen, um die Geschichten von Verfolgung, Flucht und dem Leben im Exil aufzuzeigen. Das Auftaktkonzert am 8. November um 18 Uhr im Theaterzelt am Küchengarten verspricht ein ganz besonderes Highlight zu werden: Unter Mitwirkung des Opernchors, der Mecklenburgischen Staatskapelle und namhafter Solisten wie Sopranistin Karen Leiber und Bariton Martin Gerke werden Exilkompositionen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu hören sein, was bereits hohe Erwartungen weckt, wie ostsee-zeitung.de berichtet.

Die Veranstaltungsreihe wird von der Hamburger Körber-Stiftung in Kooperation mit der Landeshauptstadt Schwerin und dem Mecklenburgischen Staatstheater organisiert. Ziel ist es, die Themen Verfolgung und das Schicksal von Künstlern im Exil ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und einen Dialog über Vergangenheit und Gegenwart zu fördern. In den vergangenen Jahren wurden derart bewegende Geschichten oft übersehen, sodass das Projekt jetzt als ein wichtiger Schritt angesehen wird, um Licht ins Dunkel zu bringen, ergänzt der nordkurier.de.

Ein vielseitiges Programm

Insgesamt sind während der „Tage des Exils“ zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter:

  • 9. November, 15 Uhr: „Jüdisches Leben in der Schweriner Geschichte“ am Schlachtermarkt.
  • 10. November, 19 Uhr: Lesung von Gerhard Haase-Hindenberg aus „Ich bin noch nie einem Juden begegnet“ in der Volkshochschule.
  • 11. November, 19 Uhr: „Exilliteratur gestern und heute“ im Kulturforum.
  • 13. November, 17 Uhr: Ausstellung „Zwei Künstler im Exil“ von Theo Balden und Max Becker im Staatlichen Museum Schwerin.
  • 14. November, 19 Uhr: „Erinnerungen wachhalten“ im Konservatorium.

Das Programm richtet sich an ein breites Publikum und lädt dazu ein, Fragen über Details des Exils und der Verfolgungen zu stellen, während gleichzeitig die Geschichte der verdrängten Künstler gewürdigt wird.

Ein bedeutendes Erbe

Die Wurzeln der Veranstaltung reichen in ein Projekt zurück, das vor zwei Jahrzehnten von Volker Ahmels ins Leben gerufen wurde – dem Festival „Verfemte Musik“. Dies hatte zum Ziel, Werke von Komponisten zu präsentieren, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt und verboten wurden. Auch gebündelte Werke bekannter jüdischer Komponisten wie Mendelssohn und weniger bekannter Musiker wie Hans Krása haben einen verdienten Platz in diesem Gedenken gefunden, so nordkurier.de.

Die Relevanz dieses Angebots hat sich allerdings nicht ohne Herausforderungen entwickelt. Der Trägerverein Jeunesses Musicales Mecklenburg-Vorpommern meldete vor zwei Jahren Insolvenz an, was auch das Schicksal des Festivals berührte. Die Sparkassenstiftung stellte ihre jährliche Förderung ein, was einen erheblichen Rückschlag darstellt. Für die Zukunft ist ein reduziertes Programm des Festivals für 2024 geplant.

Für alle, die mehr über die „Tage des Exils“ erfahren möchten, gibt es auf der Website www.tagedesexils.de weitere Informationen und Ticketdetails. Die Veranstalter hoffen auf ein großes Interesse und eine rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger, um die Geschichten der verfemten Künstler am Leben zu erhalten und einen Raum für Austausch zu schaffen. Lassen Sie sich dieses bewegende Event nicht entgehen!