Heiliger Martin begeistert Schwerin: Kinder, Laternen und Tradition!
Am 11. November feierte Schwerin mit einem Laternenumzug und Martinsspiel den Heiligen Martin, ein Zeichen von Teilen und Gemeinschaft.

Heiliger Martin begeistert Schwerin: Kinder, Laternen und Tradition!
Am 11. November feiern Christinnen und Christen den Martinstag, der dem Heiligen Martin von Tours gewidmet ist. Martin, der von 316/317 bis 397 lebte, war nicht nur römischer Offizier, sondern auch Bischof von Tours. Bekannt wurde er durch die legendäre Mantelteilung, die 334 in Amiens stattfand, als er seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. In vielen Gemeinden, unter anderem in Schwerin, erinnerten am Martinstag zahlreiche Menschen an seine Taten.
In Schwerin zogen etwa 400 Kinder und Erwachsene am 11. November in einem festlichen Laternenumzug zum Schloss. Dabei ertönten die vertrauten Klänge der Martinslieder, gespielt von Bläsersolisten. Vor dem Umzug fand im Dom eine kurze Andacht statt, bevor die Teilnehmer im Innenhof des Schlosses das traditionelle Martinsspiel aufführten. Diese schöne ökumenische Tradition zieht stets viele Menschen an und hat das Motto „Wer teilt, gewinnt“.
Feiern rund um den Heiligen Martin
Nach dem Spiel wurden leckere Martinshörnchen, gebacken von einem örtlichen Bäcker, an die versammelten Gäste verteilt. Während der Feierlichkeiten wurde auch eine Kollekte für die Unterstützung der Tafel der Petrusgemeinde im Mueßer Holz gesammelt. Trotz des festlichen Anlasses fiel dem Publikum auf, dass das Pferd, das Martin normalerweise reitet, aufgrund eines Transportproblems nicht dabei sein konnte – ein kleiner Wermutstropfen inmitten der Feierlichkeiten.
Der Heilige Martin ist nicht nur für seine Taten bekannt, sondern steht zudem symbolisch für Frieden, Solidarität und die Aufmerksamkeit gegenüber Randgruppen. Er gilt als Patron der Bettler, Geächteten und Kriegsdienstverweigerer. Seine Barmherzigkeit spiegelt sich in der Geschichte seiner Mantelteilung wider, die im Mittelalter auch als Glücksbringer in Schlachten mitgeführt wurde.
Martinstag in der Tradition
In vielen Regionen wird die Tradition des Martinstages durch verschiedene Rituale bereichert. So finden Martinsfeuer statt oder Kinder ziehen mit ihren Laternen von Tür zu Tür, wobei sie Lieder singen. Während der Festlichkeiten im 19. Jahrhundert in den Rheinländern wurde das Brauchtum strukturierter gestaltet, was den Laternenumzügen und den damit verbundenen Feiern weitere Bedeutung verleiht.
Obwohl Martin am 8. November verstorben ist, findet die Beisetzung, die zur Entstehung des Martinstages führte, am 11. November statt. Ein wichtiges Element seiner Legende ist die Anekdote über die schnatternden Gänse, die Martin verrieten, als er sich verstecken wollte – ein weiterer spannender Teil der Überlieferung, der auch heute noch erzählt wird.
Die Feierlichkeiten rund um den Heiligen Martin sind also nicht nur ein schöner Brauch, sondern auch eine Erinnerung an die Werte, die er verkörperte. Ob in Schwerin oder anderswo, die traditionsreichen Lieder und das Teilen des Lebens stehen im Mittelpunkt, und viele Menschen, jung und alt, sind froh, sich an diesen besonderen Tagen zusammenfinden zu können, um Freude und Gemeinschaft zu feiern.
Für mehr Informationen zu den Feierlichkeiten lesen Sie diesen Artikel auf Nordkurier oder tauchen Sie tiefer in die Legende und Traditionen des Heiligen Martin auf Kirche und Leben.