Kaninchenwerder: Stadt gibt Update zum Streit um Gaststätte!
Die Stadt Schwerin aktualisiert den Stand zur gastronomischen Nutzung von Kaninchenwerder, während ein Gerichtsstreit anhängig ist.

Kaninchenwerder: Stadt gibt Update zum Streit um Gaststätte!
Kaninchenwerder, eine malerische Binnenseeinsel im Schweriner Innensee, steht im Fokus des aktuellen Schaffens der Stadtverwaltung. Laut einem Bericht von schwerin.news wurde nun ein Update zur gastronomischen Einrichtung auf der Insel veröffentlicht. Besonders spannend ist das laufende Rechtsverfahren: Der bisherige Pächter hat gegen die Kündigung, die für den 31. März 2025 ausgesprochen wurde, geklagt. Damit bleibt die Zukunft des beliebten Ausflugsziels vorerst ungewiss.
Im April 2025 reichte der Pächter eine Räumungsklage beim Landgericht Schwerin ein. Die Klärung der Situation lässt auf sich warten, da eine Güteverhandlung erst für den 8. Januar 2026 anberaumt wurde. Bis dahin ruht das ebenfalls angestrebte Ausschreibungsverfahren zur Neuverpachtung, welches im Frühjahr 2025 ins Leben gerufen wurde. Fünf Bewerbungen wurden bereits vorselektiert, allerdings bleibt der Prozess aufgrund der laufenden rechtlichen Auseinandersetzung ausgesetzt.
Sanierungsmaßnahmen auf der Insel
Die bauliche Substanz des Gasthauses auf Kaninchenwerder gibt Anlass zur Sorge. Teile des Gebäudes sind in einem bedenklichen Zustand; so ist die Veranda einsturzgefährdet und wurde gesperrt. Für 2026 sind umfassende Sanierungsarbeiten an der Veranda sowie am Dach des Saalgebäudes geplant. Die untere Denkmalschutzbehörde wird in alle Renovierungsarbeiten einbezogen, um den historischen Wert der Insel nicht zu beeinträchtigen. Die speziell geschützte Landschaft rund um Kaninchenwerder, die seit 1923 als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist, wird somit auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Zusätzlich gibt es im Zeitplan der Stadtverwaltung mehrere wichtige Schritte: Neben der Güteverhandlung im Januar und den anstehenden Sanierungen wird auch die kontinuierliche Betreuung der Hafenanlage durch einen neuen Betreiber fest eingeplant. Dies soll sicherstellen, dass Kaninchenwerder, sowohl für Touristen als auch für Einheimische, ein beliebtes Ziel bleibt.
Die Insel im historischen Kontext
Kaninchenwerder hat eine reiche Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Die erste urkundliche Erwähnung fand 1407 statt, und seitdem hat sich die Insel erheblich gewandelt. Ein Blick auf die historischen Hintergründe zeigt, dass Kaninchenwerder während des Siebenjährigen Krieges und auch nach dem Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle spielte. Die Insel war einst mit einer Ziegelei und einer Gastwirtschaft ausgestattet und wurde regelmäßig von Touristen besucht, die die Aussicht und die ruhige Natur genossen. Heute lebt die Insel vor allem durch den Betrieb der „Weißen Flotte“ weiter, die sie in den Sommermonaten ansteuert und Besuchern die Möglichkeit bietet, die unberührte Natur zu entdecken.
Für die Zukunft stehen weitere Pläne an, die die Entwicklung des Gastronomiebetriebes und der Infrastruktur betreffen. Doch solange das gerichtliche Verfahren gegen den Pächter andauert, bleiben einige Pacht- und Betriebsfragen blockiert. In diesem Spannungsfeld wird sich zeigen, wie sich die Situation für Kaninchenwerder weiterentwickeln wird.
Wir sind gespannt, welche Nachrichten die kommenden Monate bringen werden und hoffen, dass dieser charmante Ort auch in Zukunft ein beliebtes Ziel für Besucher bleibt.