Kranker Kranich bei Rastow: Wer hilft dem bedrohten Vogel?

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Ein kranker Kranich in Rastow sorgt für Sorgen: Mangelnde Unterstützung im Notfall, während die Vogelgrippe sich ausbreitet.

Ein kranker Kranich in Rastow sorgt für Sorgen: Mangelnde Unterstützung im Notfall, während die Vogelgrippe sich ausbreitet.
Ein kranker Kranich in Rastow sorgt für Sorgen: Mangelnde Unterstützung im Notfall, während die Vogelgrippe sich ausbreitet.

Kranker Kranich bei Rastow: Wer hilft dem bedrohten Vogel?

In Rastow bei Schwerin sorgt ein kranker Kranich für Besorgnis. Christian Radloff entdeckte das leidende Tier am Straßenrand, unmittelbar neben einer Bushaltestelle des Altersheims Achterfeld. Sofort informierte er seinen befreundeten Jäger Ralf-Egbert Scharlaug sowie die Polizei über den kritischen Zustand des Vogels. Dieser war allerdings nicht flugfähig und zeigte deutliche Anzeichen von Krankheit und Erschöpfung. Für den Jäger blieb jedoch nichts anderes, als zuzusehen, da Kraniche unter Naturschutz stehen und nur mit einer speziellen Genehmigung eingegriffen werden darf.

Radloff versuchte vergeblich, die Veterinärbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu erreichen. Am Wochenende war niemand zuständig, und auch ein Anruf bei der Leitstelle Westmecklenburg brachte keine Lösung, da die Berufsfeuerwehr für solche Fälle nicht zuständig ist. Radloff zeigte sich enttäuscht über die fehlende Unterstützung in einer solch ernsten Situation.

Die Bedrohung durch Vogelgrippe

Die Lage wird durch die Ausbreitung der Vogelgrippe H5N1 im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich brisant. Dort wurden bereits infizierte Wildvögel gesichtet, und die aktuelle Situation lässt die Ämter alarmiert reagieren. Kreissprecher Andreas Bonin gab bekannt, dass Todesfälle unter Vögeln während der regulären Dienstzeiten beim Veterinäramt gemeldet werden sollten.

Besonders alarmierend ist, dass durch die Vogelgrippe in Deutschland bereits Tausende Kraniche verstorben sind und allein in Baden-Württemberg 15.000 Tiere in einem Geflügelbetrieb gekeult werden mussten. Für Menschen besteht zwar derzeit nur ein geringes Risiko, dennoch sollten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Geflügelhaltern wird geraten, ihre Tiere vor Wildvögeln zu schützen und Futterstellen auf Hygiene zu achten, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden. Die WHO beobachtet die Lage genau und mahnt zur Wachsamkeit, da der Virus H5N1 bei Tieren fatal verlief.

Eine traurige Bilanz

Am nächsten Tag war der Kranich nicht mehr zu sehen. Unklar bleibt, ob er an der Vogelgrippe verstarb oder möglicherweise von einem Fuchs gefressen wurde. Diese traurige Wendung verdeutlicht die komplexen Herausforderungen, mit denen auch der Naturschutz konfrontiert ist. Der One-Health-Ansatz in der Gesundheitsvorsorge und der Tierhaltung könnte hier hilfreich sein, um aus der aktuellen Situation Lehren zu ziehen und zukünftige Herausforderungen besser zu meistern.

Die Vogelgrippe wird durch das Virus HPAIV (H5N1) verursacht und bleibt ganzjährig in Deutschland präsent, erreicht jedoch während des Herbst-Vogelzugs eine neue Intensität. Es ist zu hoffen, dass die Behörden rasch und effektiv reagieren, um sowohl die Tierbestände als auch die Gesundheitsrisiken für Menschen zu minimieren. Die steigenden Zahlen deutlicher Ausbrüche und die Notwendigkeit strikter Hygienemaßnahmen machen deutlich: Hier liegt noch viel Arbeit vor uns.

Für weitere Informationen zur Vogelgrippe und den aktuellen Herausforderungen in der Tierhaltung, lesen Sie die Artikel auf Uckermarkkurier, WWF und Tagesschau.