Schwerin im Wahlfieber: Holm fordert Schwesig heraus!
Landtagswahl 2026 in Schwerin: Leif-Erik Holm (AfD) tritt gegen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an.

Schwerin im Wahlfieber: Holm fordert Schwesig heraus!
Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern die nächste Landtagswahl stattfinden. Ein zentrales Duell zeichnet sich bereits ab: Leif-Erik Holm, AfD-Kreisverband Schwerin, tritt als Direktkandidat im Wahlkreis 8 an. Der Landeschef der AfD hat sich mit 88 Prozent der Stimmen bei einer Mitgliederversammlung durchgesetzt. Damit ist er der Herausforderer von Manuela Schwesig (SPD), die ebenfalls in diesem Wahlkreis antreten wird und 2021 mit 46,4 Prozent die Wahl gewann. Holm hat ehrgeizige Ziele: Er plant, Schwesig den Wahlkreis abzunehmen und strebt dabei eine absolute Mehrheit für die AfD an.
Holm, der auch Bundestagsabgeordneter ist, beabsichtigt, sich im November bei einem Parteitag zum Ministerpräsidentenkandidaten wählen zu lassen, allerdings verzichtet er auf den ersten Listenplatz. Intern gibt es Umstrittenheiten innerhalb der Partei, da Enrico Schult als Spitzenkandidat vorgeschlagen wurde, während Holm darauf abzielt, ein Direktmandat zu gewinnen und die Unterstützung der Gesamtpartei zu genießen. Der Machtkampf zwischen Holm und Schult könnte daher in den kommenden Monaten an Intensität zunehmen. Holm betont, dass in Schwerin die Wahl entschieden wird und setzt alles daran, den Wahlkreis zu gewinnen.
Wahlen und Umfragen im Blick
Die politische Stimmung in Mecklenburg-Vorpommern spiegelt sich auch in den Umfragen wider. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 erzielte die AfD beeindruckende 35 Prozent. In einer Umfrage vom April 2023 war die AfD mit 29 Prozent die stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 21 Prozent, der CDU mit 17 Prozent, der Linken mit 15 Prozent und dem BSW mit 6 Prozent. Diese Zahlen lassen aufhorchen und zeigen, dass die AfD sowohl in der Bevölkerung als auch im politischen Spektrum hoch im Kurs steht.
Die letzte Landtagswahl am 26. September 2021 brachte der SPD 39,6 Prozent, der AfD 16,7 Prozent und der CDU 13,3 Prozent ein. Die Linke, die Grünen und die FDP standen damals mit 9,9, 6,3 und 5,8 Prozent ebenfalls im Landtag. Die Umfragen sind jedoch nur Projektionen und können, wie die Erfahrungen zeigen, zum Wahlzeitpunkt um bis zu 3 Prozentpunkte abweichen. Dennoch geben sie einen klaren Eindruck von der aktuellen Stimmung im Land, die von Wahl zu Wahl variieren kann. Die politische Arena bleibt spannend!
Weitere Parteien, darunter die CDU, haben ebenfalls ihre Direktkandidaten nominiert. So wurde Daniel Peters in Rostock mit 100 Prozent Zustimmung gewählt. Bündnis 90/Die Grünen und die Linke planen ebenfalls Nominierungsversammlungen für ihre Spitzenkandidaten, wobei Bildungsministerin Simone Oldenburg als mögliche Spitzenkandidatin der Linken gehandelt wird.
Die Kämpfe in den Wahlkreisen nehmen Form an. Es bleibt abzuwarten, wie die Parteien ihre Strategien bis zur Wahl umsetzen und welche Überraschungen die Wähler:innen bereithalten werden. Besonders in Schwerin wird der Wahlkampf zwischen Holm und Schwesig sicherlich viele Augen auf sich ziehen.