Hitzefrei an Schulen in Sachsen: Wer entscheidet wirklich?
In Sachsen entscheiden Schulleitungen über Hitzefrei. Aktuelle Regelungen und Bedingungen bei Temperaturen ab 25 Grad.

Hitzefrei an Schulen in Sachsen: Wer entscheidet wirklich?
Der Sommer ist in vollem Gange, und mit ihm die drückende Hitze, die auch in Sachsen vielfach zur Diskussion an Schulen führt. Clemens Arndt, Pressesprecher im Landesamt für Schule und Bildung, hat gegenüber MDR SACHSEN klargestellt, dass es in Sachsen keine einheitliche rechtliche Regelung für das, was man „hitzefrei“ nennt, gibt. Vielmehr obliegt es den einzelnen Schulen, je nach örtlichen Gegebenheiten und den aktuellen Temperaturen zu entscheiden, ob der Unterricht ausfällt oder verkürzt wird.
Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Unsicherheit bei Schüler*innen und Eltern. So entscheidet die Schulleitung vor Ort darüber, ob Hitzefrei gewährt wird. Ein häufig genannter Wert liegt bei mindestens 25 Grad Celsius. Allerdings sind die Vorgaben variabel und können je nach Verantwortlicher stark abweichen. In Großstädten wie Leipzig, Dresden und Chemnitz haben die Schulleitungen die alleinige Entscheidungsgewalt, was in den verschiedenen Klassenstufen letztlich für unterschiedliche Regelungen sorgen kann. Während in vielen anderen Bundesländern nur Grundschüler*innen und diejenigen in der Sekundarstufe I (5. bis 10. Klasse) von den Hitzefrei-Regeln profitieren, sieht dies in Sachsen anders aus – hier ist man auf sich allein gestellt, was die Informationen und Regelungen betrifft.
Die Verantwortung liegt bei den Schulen
Die Entscheidung, ob der Unterricht stattfindet oder nicht, hängt stark von der jeweiligen Schulleitung ab. Oftmals neigen viele Schulen dazu, den Unterricht nicht vollständig ausfallen zu lassen, sondern ihn eher zu verkürzen, um den Schüler*innen dennoch eine gewisse Lernzeit zu ermöglichen, auch wenn die Temperaturen in die Höhe schnellen. Informationen über den Schutz der Schulen gegen Hitze sind hingegen rar gesät. Hier liegt die Verantwortung beim jeweiligen Schulträger und der konkrete Schutz vor Hitze bleibt oft unklar.
Es ist zu erwarten, dass diese hitzeinduzierten Entscheidungen auch weiterhin regelmäßig für Diskussionen im Schulalltag sorgen werden. Gerade im aktuellen Sommer, wo die Hitze nicht nur zum Schwitzen, sondern auch zur Sorgenfaltenbildung führt, stellt sich die Frage, wie gut die Schulen auf extreme Wetterlagen vorbereitet sind.
Auf den Punkt gebracht, die Regelungen für Hitzefrei variieren stark und sind dabei am Ende des Tages oft eine Entscheidung, die von den Schulleitungen vor Ort abhängt. Dass diese Variabilität zu Verwirrung führt, ist durchaus nachvollziehbar, und es bleibt nur zu hoffen, dass künftig mehr Klarheit und einheitliche Standards geschaffen werden, um Schüler*innen und Eltern besser durch die heißen Tage zu geleiten. Wer sich näher über die Regelungen in den einzelnen Bundesländern informieren möchte, findet weitere Details auf spiegel.de und swp.de.