Center Parcs auf Pütnitz: Streit um Tourismusprojekt eskaliert!
Auf der Halbinsel Pütnitz plant Center Parcs ein großes Ferienresort. Die Bürgerinitiative fordert jedoch einen Stopp des Projekts.

Center Parcs auf Pütnitz: Streit um Tourismusprojekt eskaliert!
In der Region um die Halbinsel Pütnitz, die früher militärisch genutzt wurde und nun durch das geplante Center Parcs-Ferienresort im Fokus steht, zeichnen sich klare Spannungen ab. Das ambitionierte Projekt, das die Schaffung von 3.200 Betten in 620 Ferienhäusern und Apartments vorsieht, bleibt ein heißes Diskussionsthema. Dabei ist die Stimmung unter den Einheimischen gespalten. Während einige in dem Resort eine nötige wirtschaftliche Ankurbelung sehen, befürchten andere, dass die Umgebung durch Massentourismus leiden könnte. NDR berichtet, dass die Bedenken insbesondere bezüglich Steuerverschwendung, Umweltzerstörung und der Konkurrenzsituation für lokale Gastronomiebetriebe laut werden.
Am 30. Juni 2025 informierte die Plattform openPetition, dass eine Petition, die Bedenken gegen das Projekt äußert, als nicht eingereicht betrachtet wird, da es über ein Jahr keine Neuigkeiten gegeben hat. Diese Initiative ist jedoch nur ein Teil einer breiteren Bewegung, die sich gegen die Pläne zur Ansiedlung von Center Parcs wehrt. Die Aktivisten der Bürgerinitiative „Kein Massentourismus auf Pütnitz“ haben innerhalb von sechs Wochen 1.875 Unterschriften gesammelt und diese an die Stadtverwaltung übergeben. Ihr Ziel ist es, die finanziellen Belastungen, die das Projekt mit sich bringen könnte, zu verhindern.
Pro und Contra – Die Perspektiven der Region
Während Bürgermeister Thomas Huth (Die Unabhängigen) das Vorhaben als einen notwendigen Wirtschaftsmotor für die Region betrachtet, zeigt sich die Bürgerinitiative skeptisch. Steffen Schmidt, der Gründer der Initiative, fordert einen Stop des Projekts und hat sogar Klage beim Verwaltungsgericht Greifswald eingereicht. Dieses hat bereits Teile der Abbrucharbeiten gestoppt, um den Schutz von Fledermäusen zu gewährleisten. Obwohl der Bagger vor Ort ist, bleibt er vorerst unverrichteter Dinge, wie Huth betont.
Die geplanten Investitionskosten von rund 350 Millionen Euro, wobei 220 Millionen Euro von Center Parcs und 45 Millionen Euro durch Fördermittel des Landes aufgebracht werden sollen, werfen gründliche Fragen auf. Warum sollten diese erheblichen Summen, die im Einzelfall auch von den Bürgern getragen werden müssen, in ein solches Projekt fließen? Diese Frage beschäftigt viele. Die Bedenken bezüglich der Auswirkungen auf den sanften Tourismus der Region sind ebenfalls nicht unbegründet. NDR informiert darüber, dass Andrea Kuhn vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband besorgt ist, dass die Einheimischen unter diesen wirtschaftlichen Veränderungen leiden könnten.
Bürgerinitiative und Zukunftsperspektiven
Die Diskussionen um das Center Parcs-Projekt sind nicht nur ein Thema für die Älteren der Gemeinde. Jüngere Teilnehmer der Diskussion fordern mehr Perspektiven und wollen einen Bürgerentscheid herbeiführen. Online sind die Meinungen über das Projekt gemischt – während einige die Vorteile des Baus sehen, warnen andere vor den negativen Folgen, die eintreten könnten. Es ist klar, dass hier ein gutes Händchen benötigt wird, um die Balance zwischen Wirtschaft und Umwelt zu finden.
Bürgerbegehren, Petitionen und zahlreiche Diskussionen deuten darauf hin, dass das Thema noch lange nicht abgeschlossen ist. Investoren wie Center Parcs und Pangea haben sich geweigert, sich an den projektrelevanten Kosten zu beteiligen. Der Landrat von Vorpommern-Rügen und die Stadtvertretung von Ribnitz-Damgarten unterstützen das Projekt dennoch, in der Sorge, dass es scheitern könnte, sollten die Kosten auf ihnen lasten, wie in Medienberichten zu lesen ist.
Die Zukunft der Halbinsel Pütnitz bleibt ungewiss, aber die Entschlossenheit der Bürgerinitiative zeigt, dass man bereit ist, für die eigenen Interessen zu kämpfen. Ein schmaler Grat zwischen Fortschritt und Erhalt – da liegt was an für die Region!