Greifswald im Krisenmodus: Schiffswerft und Schulärger alarmieren die Stadt!
Doktorand Menzel-Barbara, Schulverweise und die Bergung des Holzschiffs Nordland III prägen die Nachrichten aus Vorpommern-Greifswald.

Greifswald im Krisenmodus: Schiffswerft und Schulärger alarmieren die Stadt!
In Greifswald stehen gegenwärtig einige spannende Entwicklungen auf dem Programm. Die Stadt hat jüngst den Wrackabtransport des gesunkenen Holzschiffs „Nordland III“ in die Wege geleitet. Dieses historische Schiff, das im Oktober 2023 während eines Sturms in der Ostsee gesunken ist, muss nun an Land zerlegt und entsorgt werden. Der Auftrag dazu kam vom Umweltministerium, da das Wrack nach der Schmelze von Eis und Hochwasser ein echtes Sicherheitsrisiko darstellt. Unklar bleibt jedoch, wer die voraussichtlichen Entsorgungskosten von 750.000 Euro übernehmen wird, da der Eigentümer des Schiffs nicht bekannt ist. Hierüber berichtet die Ostsee-Zeitung.
Das „Nordland III“ steht seit Monaten in Wiek am Land, nachdem die Stadt Greifswald einen Widerspruch gegen eine behördliche Aufforderung zur Entfernung einlegte. Die Auseinandersetzungen zwischen der Stadt und dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU) zogen sich über mehrere Monate. Ein Urteil des Verwaltungsgerichts wies am 9. September 2024 die meisten Anträge der Stadt zurück und verpflichtete sie, das Wrack bis spätestens zum 15. Oktober 2024 zu beseitigen. Der Grund: Es wird befürchtet, dass Teile des Schiffs während einer Sturmflut die Küstenschutzanlagen gefährden könnten, insbesondere das Sperrwerk.
Ein weiteres Problemzeichen in Greifswald
Doch nicht nur das Wrack sorgt für Gesprächsthemen in der Region. Der BT-Club in Greifswald hat nach den starken Regenfällen am 21. und 22. Juli erneut mit Wasserschäden zu kämpfen – der dritte seltsame Vorfall in nur einem Jahr. Die Ursachen sind vielfältig, jedoch wird das unzureichende Grabensystem, das nicht genug Regenwasser abführen kann, als Hauptproblem angesehen. Die Betreiber des Clubs sowie das örtliche Abwasserwerk sind gemeinsam auf der Suche nach Lösungen, insbesondere da die zunehmende Flächenversiegelung in der Stadt ein ernsthaftes Problem darstellt.
Aber auch über die Stadtgrenzen hinaus gibt es Neuigkeiten: In Lubmin schließt ein Gemischtwarenladen, der seit fünf Jahren eine Postfiliale betrieben hat, zum Jahresende seine Tore. Grund sind Mieterhöhungen und ein spürbarer Umsatzrückgang. Dies bedeutet, dass die Einwohner von Lubmin künftig für ihre Postgeschäfte nach Greifswald oder Wolgast fahren müssen. Bürgermeister Axel Vogt plant, sich mit Vertretern der Post zu treffen, um mögliche Lösungen zu diskutieren und die Versorgung der Bürger zu gewährleisten.
Bildung und Herausforderungen
Unterdessen sorgt ein Vorfall an der Greifswalder Fischerschule für Aufregung: Zwei Schüler haben gegen ihre Schulverweise Widerspruch eingelegt, nachdem ein Video aufgetaucht war, das eine mutmaßlich rechtsextreme Geste zeigt. Der Vorfall ereignete sich während einer Schulfahrt ins Konzentrationslager Auschwitz und hat bereits zu einem erfolgreichen Gerichtsurteil geführt. Ein Schüler konnte bereits vor dem Verwaltungsgericht die Aufhebung seines Rauswurfs erreichen; nun wird der Fall bald vor das Oberverwaltungsgericht entschieden.
Die Entwicklungen in Greifswald zeigen deutlich, wie eng lokale Ereignisse mit der Gemeinschaft verbunden sind. Es bleibt zu hoffen, dass Lösungen gefunden werden, um die Herausforderungen rund um Umwelt, Bildung und lokale Infrastruktur zu meistern.