Kreistag Vorpommern-Greifswald: Dringende Verhandlungen mit AVG über Buslinien!

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Der Kreistag Vorpommern-Greifswald verhandelt mit der AVG über Buslinien und übernimmt teilweise deren Betriebsflächen.

Der Kreistag Vorpommern-Greifswald verhandelt mit der AVG über Buslinien und übernimmt teilweise deren Betriebsflächen.
Der Kreistag Vorpommern-Greifswald verhandelt mit der AVG über Buslinien und übernimmt teilweise deren Betriebsflächen.

Kreistag Vorpommern-Greifswald: Dringende Verhandlungen mit AVG über Buslinien!

Der Kreistag Vorpommern-Greifswald hat in einer Sitzung am Montag in Pasewalk beschlossen, Verhandlungen mit der Anklamer Verkehrsgesellschaft (AVG) aufzunehmen. Dieses Vorgehen ist notwendig, da die AVG aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten plant, einen Teil ihrer Busflotte zu verkaufen, um langfristig überleben zu können. Das Liniennetz der AVG umfasst wichtige Städte wie Greifswald, Wolgast, Anklam und Jarmen, und die Gespräche zielen darauf ab, möglicherweise Betriebsflächen und Busse in einen neuen Betreiber überzuführen.

Der Landrat von Vorpommern-Greifswald, Michael Sack (CDU), wird bald mit der AVG-Geschäftsführung in Verhandlung treten. Interessanterweise hatte die AVG bereits vor einem Jahr Angebote zur Übernahme oder zum Kauf von Bussen unterbreitet, die jedoch abgelehnt wurden. Diese Entwicklungen zeigen, dass es in der Verkehrsinfrastruktur der Region dringenden Handlungsbedarf gibt. Die Einführung des Deutschlandtickets und die damit verbundenen Preissteigerungen bei den Betriebskosten haben den finanziellen Druck auf die AVG erhöht.

Herausforderungen und Chancen im Busverkehr

Die AVG arbeitet bisher eigenwirtschaftlich und erhält keine öffentlichen Zuschüsse für ihren Betrieb. Trotzdem hat die Gesellschaft in den letzte Jahren mit hohen Verlusten zu kämpfen gehabt, die nicht zuletzt auf die allgemeinen Preisentwicklungen in der Branche zurückzuführen sind. Der steigende Kostendruck hat auch zur Entscheidung geführt, knapp ein Drittel der Busflotte abzustoßen. Diese Entscheidung könnte jedoch auch neue Chancen für die Region eröffnen, insbesondere wenn kommunale Betriebe in die Gespräche einsteigen.

Anklams Bürgermeister, Michael Galander, hat faire Verhandlungen im Interesse der Mitarbeiter gefordert. Es wird erwartet, dass auch die kreiseigene Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald ab 2026 den Busverkehr auf der Insel von der Usedomer Bäderbahn übernehmen wird, was die territorialen Herausforderungen des ÖPNV in der Region weiter beleuchten könnte.

Preisentwicklung im öffentlichen Nahverkehr

Die Preise für Busfahrkarten sind in letzter Zeit bei mehreren Unternehmen um rund 10 Prozent gestiegen. Dies könnte zusätzliche Hürden für die Nutzer:innen darstellen, die bereits unter den finanziellen Folgen der allgemeinen Inflation und der steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Zudem gab es kürzlich auch eine negative Entscheidung für die AVG, da ihr Versuch, eine Insolvenzbeschwerde vor dem Landgericht Stralsund einzureichen, gescheitert ist.

Im größeren Kontext hat die Mobilitätswende in Deutschland eine wachsende Bedeutung. Laut VDV wurden im Jahr 2023 rund 9,4 Milliarden Fahrgäste von den Mitgliedsunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs befördert. Tägliche Fahrgastzahlen belaufen sich auf über 26 Millionen, was den ÖPNV zu einem wichtigen Bestandteil der Mobilität in der Region macht.

Die Herausforderungen, mit denen die AVG konfrontiert ist, spiegeln die angespannte Lage im Bussektor wider. Doch während das Unternehmen an seiner Zukunft arbeitet, bleibt abzuwarten, welche Lösungen in den bevorstehenden Verhandlungen erzielt werden können. Klar ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssen, um einen stabilen und bezahlbaren ÖPNV in Vorpommern-Greifswald zu gewährleisten.

Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen können auf der offiziellen Seite der AVG nachgelesen werden.