Rekordjäger: Über 2.500 Waschbären in Vorpommern erlegt!

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Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden 2024/2025 Rekordzahlen an Waschbären erlegt, während die Hauptwildarten Rückgänge verzeichnen.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden 2024/2025 Rekordzahlen an Waschbären erlegt, während die Hauptwildarten Rückgänge verzeichnen.
Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden 2024/2025 Rekordzahlen an Waschbären erlegt, während die Hauptwildarten Rückgänge verzeichnen.

Rekordjäger: Über 2.500 Waschbären in Vorpommern erlegt!

In Vorpommern-Greifswald scheinen die Jäger zur Zeit besonders gefordert zu sein. Laut dem Bericht von nordkurier.de wurde im Jagdjahr 2024/2025 eine Rekordzahl von über 2.500 Waschbären erlegt. Dies stellt einen neuen Höchststand dar, der auf die zunehmende Ausbreitung dieser Tiere in Deutschland hinweist. Dabei sind die Jäger in der Region auf rund 345.000 Hektar in 725 Jagdbezirken aktiv.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Anzahl der registrierten Jägerinnen und Jäger ist auf 2.051 gestiegen, was einen Zuwachs um 57 Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders erfreulich ist der Anstieg des Frauenanteils unter den Jagdscheininhabern, der nun bei 11,5 Prozent liegt – ein deutlicher Sprung von etwa 5 Prozent vor 10 Jahren. Vor allem die Jägerprüfungen erfreuen sich einer hohen Erfolgsquote: Von 255 Prüflingen haben 211 bestanden, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt.

Die Waschbären und ihre Verbreitung

Die invasive Art breitet sich nicht nur in Vorpommern-Greifswald aus, sondern ist auch in anderen Regionen Deutschlands auf dem Vormarsch. Laut dem Deutschen Jagdverband meldeten 2023 bereits 69 Prozent der Jagdreviere das Vorkommen von Waschbären. Dies entspricht einem Anstieg von beinahe 75 Prozent seit 2011. Der Waschbär überholt damit sogar den heimischen Rotfuchs in der Jagdstatistik, was die Dringlichkeit seiner Regulierung unterstreicht.

In den Verbreitungsschwerpunkten wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen wurden mehr als 90 Prozent der teilnehmenden Reviere mit Waschbären gemeldet. Diese verdoppeln sich im Südwesten, insbesondere in Baden-Württemberg, wo der Anteil der Reviere mit Waschbärvorkommen von 14 Prozent im Jahr 2011 auf 51 Prozent in 2023 gestiegen ist.

Jagdzahlen im Überblick

Ein Blick auf die aktuellen Jagdzahlen zeigt einen gemischten Trend bei den verschiedenen Wildarten. Während die Waschbären in den Höhenflug gehen, gibt es bei anderen Arten Rückgänge zu verzeichnen. Hier ein Überblick:

Wildart Erlegte Tiere 2024/2025
Rotwild knapp 1.600
Damwild rund 1.200
Rehwild ca. 5.600
Schwarzwild über 7.200
Waschbär über 2.500
Fuchs über 3.000
Marderhund knapp 1.400

Die Jagd spielt eine entscheidende Rolle im management invasiver Arten wie dem Waschbären. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Tiere während der Paarungszeit häufig Amphibien fressen, was zu einem lokalen Aussterben dieser Arten führen kann. Das hat auch der Weltbiodiversitätsrat IPBES 2023 gewarnt und die Bedeutung der Regulierung invasiver Arten hervorgehoben.

Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die Waschbärpopulation in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Maßnahmen zur Eindämmung ihres Einflusses notwendig sein werden. Eines steht fest: Der Jäger von heute braucht nicht nur ein gutes Händchen, sondern auch ein wachsames Auge! Jagdfakten hebt hervor, dass die Fangjagd wichtig ist, um der Ausbreitung dieser Tierart entgegenzuwirken.