MotoSurf-Pioniere mit gemischtem Ergebnis: Was nun für Beckmann und Lux?
Jennifer Beckmann und Sebastian Lux vertreten Deutschland beim MotoSurf der World Games 2025 in Chengdu, besonders herausfordernd für das Team.

MotoSurf-Pioniere mit gemischtem Ergebnis: Was nun für Beckmann und Lux?
Die World Games in Chengdu, die als wichtige Plattform für verschiedene Sportarten dienen, haben den deutschen MotoSurf-Sportlern Jennifer Beckmann und Sebastian Lux eine gemischte Premiere beschert. Während sich das talentierte Duo im Nations Cup mit einer Platzierung auf dem 11. und letzten Rang zufrieden geben musste, bleibt der Blick nach vorn gerichtet. Team Deutschland berichtet, dass es keine deutsche Beteiligung an den Einzelfinals gab, die von Tschechien gewonnen wurden.
Bundestrainer Fabian Kusche äußerte sich nach dem Wettkampf mit klaren Worten: „Die Konkurrenz ist stärker, und wir haben derzeit keine besseren Vertreter am Start.“ Dies ist insbesondere bemerkenswert, da Sebastian Lux im zweiten Wertungslauf mit einem technischen Defekt zu kämpfen hatte, was seine Leistung stark beeinträchtigte. Zudem erlitt er beim Ausstieg eine Schienbeinverletzung, die zu seiner Unzufriedenheit mit der Endplatzierung führte.
Der Weg zur Verbesserung
Jennifer Beckmann, die erst seit zwei Jahren Wettkämpfe im MotoSurf bestreitet, hat trotz ihrer Erfahrung noch Schwierigkeiten, sich an das hohe Niveau anzupassen. Die Wettkämpfe waren für das Team zeitintensiv, sodass sie nur wenig Gelegenheit hatten, Chengdu zu erkunden. Dennoch schätzten Lux und Beckmann den Austausch mit anderen Sportler:innen sowie die fröhliche Atmosphäre bei der Schlussfeier. „Es ist eine tolle Erfahrung, mit so vielen Gleichgesinnten zusammenzukommen“, so Beckmann.
Für die Zukunft haben sich die beiden Sportler ehrgeizige Ziele gesetzt: Sie möchten an den World Games 2029 in Karlsruhe teilnehmen. Dafür ist jedoch intensiveres Training vonnöten. Beckmann, die als Vollzeit-Rechtsanwältin tätig ist, hat es schwer, ihre Trainingszeit zu maximieren, während Lux, der mit 43 Jahren in der Konkurrenz als älter gilt, flexibler trainieren kann.
Die Geschichte des MotoSurf
Um die Entwicklung von MotoSurf richtig einzuordnen, lohnt es sich, einen Blick auf die Geschichte motorisierter Surfboards zu werfen. Vor den modernen Jetboards hatten Surfer Schwierigkeiten, unabhängig von Wetterbedingungen den Spaß am Surfen zu genießen. So wurde das erste dokumentierte motorisierte Surfboard, der Surf Scooter, bereits 1935 in Australien vorgestellt und als Lebensretter beschrieben. Dieses Pionierstück, auch wenn unpraktisch, war der Anfang einer langen Entwicklungsgeschichte. Motorisierte Surfboards haben sich über die Jahre stark verändert und sind mittlerweile leichter und praktikabler geworden.Motosurf Nation berichtet über weitere Errungenschaften, wie den Skimboat von Emil Hansen, der Geschwindigkeiten von bis zu 30 mph erreichte.
Die initialen Herausforderungen und die Entwicklung im Bereich des MotoSurf verdeutlichen, wie wichtig kontinuierliche Verbesserungen und Nachwuchsarbeit sind. Bundestrainer Kusche hebt hervor, dass es notwendig sei, die Talente von morgen noch gezielter zu fördern, um in der internationalen Konkurrenz bestehen zu können.
Das deutsche MotoSurf-Team bleibt motiviert und fest entschlossen, sich den Herausforderungen zu stellen. „Wir wollen unbedingt wieder an den World Games teilnehmen“, fasst es Lux zusammen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Entwicklungen und Erfolge die nächsten Jahre mit sich bringen werden.