Alarmstufe Rot: SPD warnt vor AfD-Übernahme und Datenrisiken!
SPD-Politiker Fiedler warnt vor Risiken einer AfD-Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt. Sicherheitssysteme könnten gefährdet sein.

Alarmstufe Rot: SPD warnt vor AfD-Übernahme und Datenrisiken!
Die politischen Wogen in Sachsen-Anhalt schlagen hoch, während die Landtagswahlen im September 2026 näher rücken. Sebastian Fiedler, ein SPD-Politiker, schlägt Alarm und warnt vor den möglichen Folgen einer Regierungsübernahme der AfD. Seine Bedenken richten sich insbesondere gegen den Zugriff auf sensible Informationssysteme der Polizei und des Verfassungsschutzes, wie dem zentralen Informations- und Fahndungssystem Inpol sowie dem nachrichtendienstlichen Informationssystem Nadis-WN. Fiedler bezeichnet diese Netzwerke als das „Nervensystem der inneren Sicherheit Deutschlands“ und sieht eine Gefährdung der Integrität des Sicherheitsapparats, sollte die AfD tatsächlich in ein Regierungsamt gelangen, wie Welt.de berichtet.
In dieser angespannten politischen Lage fordert Fiedler, dass sich Bund und Länder auf derartige Extremsituationen vorbereiten. Eine Möglichkeit hierfür könnte das Sperren oder Löschen sensibler Daten sein, um zu verhindern, dass Extremisten Zugriff auf wichtige Informationen erhalten. „Ich lehne es ab, Extremisten Zugang zu sensiblen Daten zu gewähren“, betont Fiedler und appelliert an die Verantwortung der Sicherheitsbehörden.
Risiken einer AfD-Regierungsbeteiligung
Die Bedenken um eine AfD-Regierungsübernahme sind nicht unbegründet. Björn Höcke, ein prominenter Vordenker der AfD, strebt eine Regierungsbeteiligung in Thüringen an und könnte im September mit über 30 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft aus den Wahlen hervorgehen. In Ostdeutschland, wo die AfD hohe Zustimmungswerte erzielt, zeigt sich eine zunehmende Spaltung in der politischen Landschaft. Die CDU, unter Friedrich Merz, hat zwar eine klare Absage an eine Kooperation mit der AfD erteilt, doch Umfragen zeigen, dass 68 Prozent der CDU-Mitglieder im Osten eine derartige Zusammenarbeit in Betracht ziehen könnten. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, wie watson.de analysiert.
Die Auswirkungen einer möglichen AfD-Regierungsbeteiligung könnten tiefgreifend sein. Die Partei hat Pläne angekündigt, ihre loyale Anhängerschaft in Schlüsselpositionen innerhalb der Verwaltung zu bringen und die Polizeipräsenz zu erhöhen. Ein weiterer Vorschlag beinhaltet die Aufwertung des Ordnungsamtes zur Stadtpolizei mit erweiterten Befugnissen. Solche Änderungen könnten nicht nur den Rechtsstaat gefährden, sondern auch die Art und Weise, wie Sicherheitsbehörden arbeiten, grundlegend umgestalten.
Stimmen der Sicherheitsbehörden
Stephan Kramer, der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, warnt ebenfalls vor den möglichen Konsequenzen einer AfD-Regierungsbeteiligung, sieht jedoch keine rechtlichen Möglichkeiten, um Daten zu löschen oder zu sperren. Aktuell gibt es innerhalb der Sicherheitsbehörden keine offizielle Klärung, wie sie auf eine mögliche AfD-Beteiligung reagieren wollen. Dennoch plant man, in einem gemeinsamen Arbeitskreis zu beraten, wie mit der Situation umgegangen werden soll.
Die AfD selbst weist die Vorwürfe zurück und kritisiert Fiedler, ihm vorzuwerfen, zu Straftaten aufzurufen. Ringo Mühlmann, der innenpolitische Sprecher der AfD im Thüringer Landtag, sieht in Fiedlers Äußerungen einen Missbrauch der Demokratie.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern für die gesamte politische Landschaft in Deutschland. Das Thema AfD und ihre möglichen Regierungsbeteiligungen wirft die Frage auf, wie Resistenz gegenüber extremen Stimmungen gewahrt werden kann, während der demokratische Diskurs gleichzeitig gefördert wird.