Geflügelpest erreicht Altmarkkreis: 27 tote Wildvögel entdeckt!
Im Altmarkkreis Salzwedel wurde ein Ausbruch der Wildvogel-Geflügelpest festgestellt. Maßnahmen zum Schutz werden ergriffen.

Geflügelpest erreicht Altmarkkreis: 27 tote Wildvögel entdeckt!
In den letzten Tagen war die Aufregung im Altmarkkreis Salzwedel groß, denn am 28. Oktober 2025 wurde offiziell ein Ausbruch der Wildvogel-Geflügelpest festgestellt. Insgesamt wurden 27 verendete Wildvögel zur Untersuchung eingesendet, was die Behörden auf den Plan rief. Eine Analyse ergab, dass 16 Tiere positiv auf aviäre Influenza des Subtyps H5 getestet wurden, während vier Proben vom Friedrich-Löffler-Institut als H5N1 bestätigt sind. Zu den betroffenen Arten zählen unter anderem Kraniche, ein Habicht und zwei Mäusebussarde, wie Salzwedel berichtet.
Die Situation bleibt ernst, denn obwohl einige andere Wildvögel wie Sperlinge und Spatzen negativ getestet wurden, stehen die Ergebnisse von weiteren vier Totfunden noch aus. Um die Einschleppung des Virus in Hausgeflügelbestände zu verhindern, bleibt die Stallpflicht für im Kreisgebiet gehaltenes Geflügel bestehen, und auch Geflügelausstellungen sowie -märkte sind weiterhin untersagt. Die Bevölkerung ist aufgefordert, tote Wildvögel nicht zu berühren und die Funde dem Amt für Verbraucherschutz und Gesundheit zu melden. Die Kontaktdaten sind leicht erreichbar, sowohl telefonisch als auch per E-Mail.
Die Geflügelpest und ihre Hintergründe
Die Geflügelpest, besonders der Subtyp H5N1, stellt nicht nur für Wildvögel, sondern auch für die Landwirtschaft ein erhebliches Risiko dar. Im Zeitraum zwischen Januar 2024 wurden in Deutschland bereits neun Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza (HPAIV) H5 bei Hausgeflügel festgestellt. Betroffene Betriebe umfassten Legehennenbetriebe, Privathaltungen und einen Putenmastbestand. Besonders alarmierend war die Lage an der Nordseeküste, wo im Januar 31 Fälle von HPAIV H5 bei Wildvögeln gemeldet wurden. Der Hauptverdächtige: Nonnengänse, die im Wattenmeer zu finden sind. In den meisten dieser Fälle wurde der Subtyp H5N1 nachgewiesen, mit Ausnahme einer toten Mantelmöwe auf Helgoland, bei der H5N5 festgestellt wurde. Dies geht aus Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts hervor.
Die Behörden sind sich einig: Die aktuellen Maßnahmen sind entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen. Die Tierseuchengeschehen im letzten Jahr zeigen, dass der Subtyp H5N1 immer wieder aktiv ist und auch andere Tiere wie Fuchs und Marder nicht verschont. So wurde im Januar 2024 zum Beispiel eine HPAIV H5N1-Infektion bei einem Rotfuchs in Karlsruhe gemeldet.
Was sollten die Bürger:innen beachten?
Die Situation im Altmarkkreis ist klar: Jeder sollte aufmerksam sein. Die Bitte der Behörden ist eindeutig: Tot aufgefundene Wildvögel sollen umgehend gemeldet werden. Infos dazu gibt es direkt beim Veterinäramt, das auch an Wochenenden und Feiertagen erreichbar ist. So gibt es keine Ausreden, um die Kontakte für die Meldung von Funden nicht zu nutzen. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind nicht nur für die Tierwelt wichtig, sondern auch für die eigene Gesundheit.
Wer etwaige Fragen hat oder in Kontakt treten möchte, kann dies unkompliziert tun. Eine E-Mail an vetamt@altmarkkreis.de oder ein Anruf unter der Nummer 03901 840-7502 sind da die besten Wege. Auch die Internetseite des Altmarkkreises bietet weiterführende Informationen zur Geflügelpest und den aktuell geltenden Schutzmaßnahmen.
Das Engagement der Bevölkerung spielt eine wesentliche Rolle im Kampf gegen die Ausbreitung dieser Tierseuchenerkrankung. In Anbetracht der letzte Jahre zeigt sich, wie wichtig es ist, diese gefährlichen Viren ernst zu nehmen.