Kommunen in Alarmbereitschaft: So schlecht sind wir gegen Cyberangriffe gerüstet!

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Anhalt-Bitterfeld: IT-Ausfälle zeigen mangelnde Resilienz der Kommunen. Erkenntnisse und Verbesserungsbedarf im Resilienzmonitor.

Anhalt-Bitterfeld: IT-Ausfälle zeigen mangelnde Resilienz der Kommunen. Erkenntnisse und Verbesserungsbedarf im Resilienzmonitor.
Anhalt-Bitterfeld: IT-Ausfälle zeigen mangelnde Resilienz der Kommunen. Erkenntnisse und Verbesserungsbedarf im Resilienzmonitor.

Kommunen in Alarmbereitschaft: So schlecht sind wir gegen Cyberangriffe gerüstet!

Das Thema IT-Ausfälle und Cyberangriffe ist in Deutschland schon lange ein heißes Eisen, und auch die Städte in Nordrhein-Westfalen sind hiervon nicht ausgeschlossen. In den letzten Jahren erlebten verschiedene Regionen, darunter der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und mehr als 70 Kommunen in NRW, gravierende IT-Probleme. Diese Ausfälle hatten zur Folge, dass essenzielle Dokumente wie Führerscheine, Personalausweise und Geburtsurkunden nicht ausgestellt werden konnten, was vor allem für die Bürgerinnen und Bürger eine große Herausforderung darstellte. Wie MDR berichtet, sorgt der Resilienzmonitor heutzutage für ernüchternde Erkenntnisse über die Vorbereitung der Kommunen auf solche Störungen.

Die Umfrage des Kriminaldirektors Dirk Kunze vom LKA Nordrhein-Westfalen zeigt deutlich, dass viele kommunale Verwaltungen unzureichend auf Cybervorfälle vorbereitet sind. In der Befragung stellte sich heraus, dass ein Drittel der befragten Städte und Landkreise angab, IT-Störungen könnten mehrere Monate andauern. Zudem haben viele Kommunen keine Notfallpläne und es fehlt an der dringend benötigten 24/7-Bereitschaft für IT-Notfälle. Oft wird IT-Sicherheit nicht als gesamtkommunales Problem verstanden. Das ist eine alarmierende Erkenntnis, denn krisenfeste Strukturen sind in der heutigen Zeit unverzichtbar.

Ressourcen und Kooperationsbedarf

Ein weiterer Punkt, der zur Diskussion um die IT-Resilienz beiträgt, ist die ungleiche Vorbereitung der Kommunen, insbesondere in Sachsen-Anhalt. Das dortige Digitalministerium weist darauf hin, dass besonders kleinere Kommunen großen Verbesserungsbedarf haben. In Sachsen ist es sogar Vorschrift, IT-Notfallszenarien alle zwei Jahre zu üben, um die Verwaltungen fit für solche Situationen zu machen. Diese proaktive Herangehensweise könnte einige Probleme in der stabilen Leistungserbringung mindern.

Mike Schubert, der ehemalige Oberbürgermeister von Potsdam, fordert die Schaffung von Koordinierungsstellen. Diese könnten dazu beitragen, die Verwaltung auf IT-Ausfälle besser vorzubereiten und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Laut dem Resilienzmonitor, der sich intensiv mit der Handlungsfähigkeit der Kommunen in Krisensituationen beschäftigt, sollte die interkommunale Zusammenarbeit eine zentrale Rolle spielen. Mehrere Ausfälle, wie in Anhalt-Bitterfeld im Juli 2021 und bei Südwestfalen-IT im Oktober 2023, haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass Kommunen in Krisenzeiten resilient und handlungsfähig bleiben, um ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Zukunftsorientierte Lösungen

Die Herausforderungen im Bereich der IT-Sicherheit sind nicht zu unterschätzen. Der Resilienzmonitor analysiert auch, wie Städte und Landkreise ihre Handlungsfähigkeit in derartigen Situationen so schnell wie möglich wiederherstellen können, ohne von externen Anbietern abhängig zu sein. Ziel ist eine aktive und abgestimmte Vorgehensweise, die den Kommunen Handlungsspielräume und kooperative Resilienz ermöglicht. Der Fokus liegt klar darauf, dass die Leistungserbringung unabhängig von der Stabilität der IT-Infrastruktur gewährleistet bleibt.

Die Anstrengungen, die von der kommunalen Ebene gefordert werden, sind nicht nur eine Reaktion auf die vergangenen Ausfälle, sondern auch eine Weichenstellung für die Zukunft. Hierbei reicht es nicht aus, nur Defizite zu erkennen; es bedarf konkreter Maßnahmen und eines guten Netzes an Kooperationen. Der Weg ist steinig, aber mit einem guten Händchen können die Städte in NRW ihre digitale Resilienz deutlich verbessern.

Weitere Informationen dazu bietet der Resilienzmonitor, der die Kommunen dabei unterstützt, Maßnahmen zu entwickeln und zu evaluieren, um in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.