Wärmepumpen im Aufwind: Bad Schmiedeberg setzt auf moderne Heiztechnik!
Wärmepumpen gewinnen in Sachsen-Anhalt zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Altbauten. Erfahren Sie mehr über deren Vorteile und Effizienz.

Wärmepumpen im Aufwind: Bad Schmiedeberg setzt auf moderne Heiztechnik!
Die Nutzung von Wärmepumpen nimmt in Sachsen-Anhalt zunehmend Fahrt auf. Insbesondere bei Neubauten sind diese modernen Heizsysteme mittlerweile hoch im Kurs. Über 80% der neuen Wohngebäude in der Region setzen auf Wärmepumpentechnologie, wie MDR berichtet. Ein besonders interessantes Beispiel kommt aus Bad Schmiedeberg: Matthias Gläser hat ein 1925 erbautes Haus nicht nur umfassend saniert, sondern auch mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Die alte Ölheizung von 1993 musste weichen, und die neue Technik kümmert sich jetzt um die Heizwärme.
Gläser ist mit seiner Entscheidung zufrieden und hebt hervor, dass die Wärmepumpe ähnlich effizient wie die vorherige Ölheizung arbeitet. Bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern hat die Wärmepumpe eine Leistung von 14 kW. Im ersten Jahr lag der Stromverbrauch bei etwa 10.000 kWh, und schon jetzt spricht Gläser von Kosteneinsparungen im Vergleich zur alten Heizung. Für die Zukunft plant er, den Stromverbrauch durch optimierte Nutzung weiter zu senken.
Wärme aus dem Garten
Doch wie funktionieren diese Systeme genau? Laut den Ergebnissen von Test.de sind Wärmepumpen nicht nur emissionsfrei, sondern nutzen auch die natürliche Energie aus der Luft, um ein ganzes Einfamilienhaus zu beheizen. Im Test von 2025 wurden verschiedene Luft-Wasser-Wärmepumpen bewertet, die allesamt für Altbauten geeignet sind. Die Anschaffungskosten liegen im fünfstelligen Bereich, doch staatliche Förderungen können hier finanziellen Druck nehmen.
Die Effizienz dieser Systeme hängt stark von den Dämmwerten eines Hauses ab. Marcel Kunert, Energieberater, betont, dass die Nutzung einer Wärmepumpe in Altbauten von den individuellen Voraussetzungen abhängig ist. Hierbei spielt auch die Art der Heizkörper eine Rolle – Fußbodenheizung oder ausreichend große Heizkörper können die Leistung der Wärmepumpen optimieren. Nicht zu vernachlässigen ist hierbei die Jahresarbeitszahl (JAZ), die das Verhältnis von gewonnener Wärme zu eingesetzter Energie beschreiben. Eine JAZ von 4 bedeutet beispielsweise, dass pro Kilowattstunde Strom gleich 4 Kilowattstunden Wärme erzeugt werden.
Zukunftsperspektiven für Wärmepumpen
Ein wichtiger Aspekt, den Verbraucher beachten sollten, ist die stetig steigende Anzahl an erneuerbaren Energien, die in der Stromversorgung verfügbar sind. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern macht Wärmepumpen auch klimafreundlicher. Wie die Verbraucherzentrale erklärt, können Wärmepumpen sogar als Klimaanlage fungieren, sofern sie über eine reversible Funktion verfügen.
Allerdings sollten auch potenzielle Herausforderungen bei der Installation beachtet werden. So benötigen Luftwärmepumpen beispielsweise keine Genehmigung, während für Erd- oder Grundwasserwärmepumpen eine solche erforderlich sein kann. Der Betrieb muss zudem beim örtlichen Stromnetzbetreiber angemeldet werden.
Insgesamt zeigt sich, dass Wärmepumpen sowohl für Neubauten als auch für Altbauten eine interessante Option bieten, um Heizkosten zu senken und gleichzeitig umweltfreundlicher zu leben. Mit der richtigen Planung und ausgereifter Technik sind sie eine zukunftsfähige Lösung für moderne Wohnansprüche.