Toter Kranich in Kaiserpfalz: Droht die Vogelgrippe im Burgenlandkreis?
Im Burgenlandkreis wurde ein toter Kranich gefunden, verdächtig auf Vogelgrippe. Behörden fordern Geflügelhalter zur Vorsicht auf.

Toter Kranich in Kaiserpfalz: Droht die Vogelgrippe im Burgenlandkreis?
In den letzten Tagen überschlagen sich die Nachrichten über die Geflügelpest, die nun auch in unserer Region angekommen zu sein scheint. Letzten Mittwoch, am 29. Oktober, wurde in der Gemeinde Kaiserpfalz ein toter Kranich entdeckt, was den Verdacht auf die hochansteckende Krankheit, die als Aviäre Influenza bekannt ist, aufwarf. Wie MZ.de berichtet, wurde der Kranich umgehend vom Veterinäramt des Burgenlandkreises sichergestellt und wird aktuell im Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal untersucht. Ein offizielles Ergebnis steht jedoch noch aus, denn um von einem tatsächlichen Ausbruch sprechen zu können, muss ein positiver Befund durch das Friedrich-Löffler-Institut amtlich bestätigt werden.
Die Lage ist ernst, und das Veterinäramt hat bereits alle Geflügelhalter in der Region aufgefordert, die Haltung ihres Geflügels unverzüglich zu melden. Sicherheitsmaßnahmen sind nun das A und O: Die Stallungen sollten mit Schuhdesinfektionseinrichtungen ausgestattet werden, Händewaschen und Desinfizieren vor dem Betreten der Ställe ist Pflicht. Es wird ebenfalls dringend geraten, Geflügel ausschließlich in den Ställen zu füttern und Futter wildvogelsicher aufzubewahren.
Die Ausbreitung der Geflügelpest
Die Situation ist nicht nur auf den Burgenlandkreis beschränkt. Berichten zufolge wurde in Lippetal ebenfalls der Verdacht auf Geflügelpest bei einem toten Kranich bestätigt. Laut Nachrichtendienst MK-Journal wurde das Virus in einer Hobbyhaltung nachgewiesen, wo insgesamt 49 Tiere vorsorglich getötet wurden, nachdem elf bereits verendet waren. Diese Vorfälle zeigen die Dringlichkeit, die die Situation mit sich bringt – nicht zuletzt auch, weil die Geflügelpest als hochansteckend gilt und üblicherweise zu hohen Sterberaten unter den betroffenen Arten führt.
Die Vogelgrippe hat in den letzten Monaten in ganz Deutschland an Fahrt aufgenommen. In diesem Herbst häufen sich die Ausbrüche, insbesondere bei Wildvögeln. Eine aktuelle Analyse berichtet, dass etwa 2.000 Kraniche an der Geflügelpest verendet sind und bundesweit über 200.000 Nutztiere aufgrund der Ausbrüche gekeult wurden. Die Behörden versuchen, die Ausbreitung des Virus zu begrenzen, und der Bundeslandwirtschaftsminister hat bereits verstärkte Schutzmaßnahmen gefordert. Auch Tagesschau macht auf die brisante Lage aufmerksam.
In Anbetracht der sich verschärfenden Situation empfiehlt das Veterinäramt, sich an die Hygienevorgaben zu halten und den Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Es besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung, jedoch sollte der Kontakt zu verendeten oder erkrankten Vögeln unbedingt vermieden werden. Die Sorge um die Tiere ist groß, denn die Geflügelpest führt nicht nur in der Landwirtschaft zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten, sondern bedroht auch die Biodiversität unserer Vogelwelt.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, wie die Situation sich entwickelt. Geflügelhalter sind gut beraten, sich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen zu informieren und im Zweifelsfall proaktiv zu handeln, um die Gesundheit ihrer Tiere zu schützen.