CDU vor der Herausforderung: Schulze will Wahlen gegen AfD gewinnen!
Sven Schulze wird CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026. Herausforderungen und Wahlkampfstrategien im Fokus.

CDU vor der Herausforderung: Schulze will Wahlen gegen AfD gewinnen!
In Sachsen-Anhalt braut sich etwas zusammen! Am 6. September 2026 steht die Landtagswahl vor der Tür, und die CDU macht im Moment kräftig von sich reden. Während der designierte Spitzenkandidat Sven Schulze in seiner ersten Rede gestern sein Versprechen abgab, die Wahl zu gewinnen, verfolgt die Partei eine herausfordernde Agenda. Die AfD, die in Umfragen klar an der CDU vorbeizieht, dürfte ein hartnäckiger Gegner werden. Ein Umstand, mit dem Schulze, der seit 2021 den CDU-Landesverband leitet, sich nun ernsthaft auseinandersetzen muss. taz.de berichtet, dass Schulze am Samstag auf der Landesvertreterversammlung in der Motorsport Arena Oschersleben offiziell auf Listenplatz 1 gewählt wird.
Mit 90 von 99 Stimmen, das entspricht fantastischen 90,9 Prozent der Delegierten, ließ Schulze keinen Zweifel daran, dass er die Unterstützung der Partei hat. Dennoch bleibt sein Weg steinig: 44 Prozent der Sachsen-Anhalter hatten im September 2025 noch nie von ihm gehört, was ihm einen etwas unscheinbaren und farblosen Eindruck verleiht. Außerdem zieht der bisherige Ministerpräsident Reiner Haseloff sich aus der ersten Reihe zurück, was einen radikalen Wechsel für die CDU darstellt. Haseloff himself betont, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD für ihn kein Thema ist, und auch Schulze hat verlauten lassen, dass er nach der Wahl weder mit der AfD noch mit der Linkspartei kooperieren möchte. Das mag Wähler anziehen, aber die Frage bleibt, ob das bei der Wahl auch fruchtet.
Frauenanteil und interne Debatten
Die Versammlung und das Aufstellungsverfahren für die Liste sind nicht ohne Kritik geblieben. Von den ersten 20 Plätzen scheinen nur drei für Frauen reserviert zu sein. Eva Feußner, die ehemalige Bildungsministerin, hat aus Protest ihre Kandidatur zurückgezogen und macht klar, dass es ohne eine stärkere Berücksichtigung der Frauen schwierig wird, die Stimmen dieser Wählergruppe zu gewinnen. Wenn die CDU in Sachsen-Anhalt eine Chance haben will, muss sie ihr Verhältnis zu den Frauen dringend überdenken. Zudem gibt es auch in den Reihungen der Abgeordneten einige Kontroversen: Markus Kurze, der aufgrund von Belästigungsvorwürfen seinen Rücktritt eingereicht hat, wird nicht auf die Liste gewählt, was einige fragmentierte Stimmen aus der Basis beruhigen könnte.
Die Frauen auf der Liste stehen aktuell nicht in der ersten Reihe: Karin Tschernich-Weiske ist auf Platz zehn, Anja Schneider auf Platz 16 und Elke Simon-Kuch auf Platz 19. Lange Zeit wird Schulze mit den Auswirkungen der geringen weiblichen Vertretung konfrontiert sein, da er auf die Stimmen der Frauen angewiesen ist, um die Wahl letztlich zu gewinnen.
Politische Achterbahnfahrt und Zukunftsaussichten
Die nächsten Monate versprechen, spannend zu werden. Schulze muss die CDU als Problemlöserin positionieren, was angesichts der aktuellen Umfragen umso wichtiger ist. Parteienforscher Benjamin Höhne warnt, dass die Aussagekraft der aktuell anstehenden Wahl für Schulze begrenzt bleibt, da viele Wählerinnen und Wähler in Bezug auf die CDU unentschlossen sind. Zudem benötigt die CDU einen frischen Wind, um mit der AfD konkurrieren zu können, die in der politischen Landschaft zunehmend hoch im Kurs steht. Ob Schulze diese Herausforderung bewältigen kann, wird sich nur zeigen, wenn die Wähler an die Urnen gerufen werden.
Um das Wirrwarr der politischen Landschaft in Sachsen-Anhalt zu durchschauen, ist ein genauer Blick in die Region vonnöten. Sachsen-Anhalt, umgeben von Bundesländern wie Brandenburg und Sachsen, hat eine komplexe Geschichte und volkswirtschaftliche Herausforderungen. Mit Initiativen in Industrie und Landwirtschaft wird die CDU versuchen, auch hier ein Zeichen zu setzen. Doch wie wird das ankommen?
Insgesamt wird der Weg zur Landtagswahl sowohl für Schulze als auch für die CDU von Ungewissheit und unzähligen Fragen geprägt sein. Die Wahl könnte das Schicksal der CDU in Sachsen-Anhalt nachhaltig verändern.