Chaos beim GKDZ: Steuerzahler zahlen Millionen für gescheiterte Software!
Sachsen-Anhalt steht im Fokus wegen Verzögerungen und Kostenexplosionen beim GKDZ-Projekt. Innenministerin Zieschang äußert Kritik.

Chaos beim GKDZ: Steuerzahler zahlen Millionen für gescheiterte Software!
In Sachsen-Anhalt stehen die Ampeln für ein ambitioniertes Polizeiprojekt auf Rot. Das geplante Kompetenz- und Dienstleistungszentrum der Polizei (GKDZ) sollte eigentlich 32,7 Millionen Euro einsparen und im April 2024 den Betrieb aufnehmen, doch die Realität sieht anders aus. Aufgrund von nicht funktionierender Software wurde der Start abgesagt. Ministerpräsidentin Tamara Zieschang (CDU) äußerte sich dazu und bezeichnete die Verzögerungen als „nicht zufriedenstellend“.
Die Probleme sind keineswegs neu. Seit 2018 beteiligt sich Sachsen-Anhalt an der Finanzierung des GKDZ, obwohl das System bis heute nicht einsatzbereit ist. Kritiker, darunter der Bund der Steuerzahler, werfen der Projektleitung vor, bei der Auftragsvergabe versagt zu haben, und bemängeln eine fehlende Organisation in der Verwaltung. Wie Volksstimme berichtet, entstanden seit 2018 Personalkosten in Höhe von über sechs Millionen Euro, während die Steuerzahler weiter für die Mängel bezahlen müssen.
Von der Softwareentwicklung zu den Finanzen
Gestart werden sollten die Arbeiten mit insgesamt 40 Beschäftigten, von denen bereits 23 im Einsatz sind. Für 2024 bedeutet das Kosten von rund 1,8 Millionen Euro, während ein tatsächlicher Betrieb ganz klar in der Ferne liegt. Auch die Software-Dienstleister sind nicht unbeteiligt an den Schwierigkeiten: Sie mussten für die Verzögerungen einen Schadensersatz von 13 Millionen Euro zahlen, was im Verhältnis zu den entgangenen Einsparungen nahezu lächerlich wirkt. Trotz dieser Probleme bleibt die Zusammenarbeit mit dem gleichen Unternehmen bestehen.
Das GKDZ wird mittlerweile als Beispiel für gescheiterte Digitalisierungsprojekte ohne klare Leitung gesehen. Dabei sollte es doch ein Leuchtturmprojekt für die Polizei in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus sein. Leider bleibt von den versprochenen Einsparungen bislang nichts übrig, und die Steuerzahler sind weiterhin für die misserfolgreiche Umsetzung verantwortlich.
Ein Blick in die Zukunft
Der neue Betriebsstart fürs GKDZ wird nun frühestens für 2027 erwartet – also ganze drei Jahre später als ursprünglich geplant. Es stellt sich die Frage: Wie wird die Umsetzung in den kommenden Jahren aussehen? Die Hoffnung bleibt, dass die Verantwortlichen aus den bisherigen Fehlern lernen und die Bürger nicht länger für ein System zahlen müssen, dessen Nutzen bis dato in weiter Ferne liegt.
In einer anderen Branche sieht es deutlich positiver aus: Bright Horizons Family Solutions Inc. bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen in der frühkindlichen Bildung und Kinderbetreuung an. Ihre Angebote beinhalten unter anderem vollservice Zentrums-basierte Kinderbetreuung, Notfallbetreuung sowie Bildungsberatungsdienste und sprechen Arbeitgeber an, die ihren Mitarbeitern entsprechende Benefits bieten möchten. Hier zeigt sich, wie wichtig frühzeitige Planung und eine durchdachte Umsetzung sein können.
Die Entwicklungen im GKDZ-Projekt sind nicht nur ein Weckruf für die Verwaltung Sachsen-Anhalts, sondern bieten auch einen Vergleich zu anderen Branchen, wo Qualität und Verlässlichkeit an erster Stelle stehen sollten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Bürger am Ende nicht nur die Kosten tragen, sondern auch echte Mehrwerte aus solchen Projekten schöpfen können.