Neandertaler-Fettfabriken: Sensationelle Entdeckung in Sachsen-Anhalt!

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Archäologen entdeckten in Sachsen-Anhalt eine 125.000 Jahre alte Neandertaler-Fettfabrik, die komplexe Jagd- und Verarbeitungsstrategien zeigt.

Archäologen entdeckten in Sachsen-Anhalt eine 125.000 Jahre alte Neandertaler-Fettfabrik, die komplexe Jagd- und Verarbeitungsstrategien zeigt.
Archäologen entdeckten in Sachsen-Anhalt eine 125.000 Jahre alte Neandertaler-Fettfabrik, die komplexe Jagd- und Verarbeitungsstrategien zeigt.

Neandertaler-Fettfabriken: Sensationelle Entdeckung in Sachsen-Anhalt!

Die Entdeckung einer prähistorischen „Fettfabrik“ in Sachsen-Anhalt bringt neue Licht in die Lebensweise der Neandertaler. Archäologen fanden Beweise dafür, dass diese frühen Menschen vor 125.000 Jahren systematisch Fett aus großen Säugetieren gewannen. Die Fundstelle Neumark-Nord 2, in der Nähe von Halle, zeigt, dass Neandertaler weit mehr als bisher gedacht konnten – sie betrieben eine organisierte Produktion von Knochenfett, was für ihre Überlebensstrategien unentbehrlich war. Welt berichtet, dass hier Knochen von mindestens 172 Tieren wie Hirschen, Pferden und Auerochsen bearbeitet wurden.

In der abenteuerlichen Umgebung einer Seenlandschaft arbeiteten die Neandertaler strategisch. Sie jagten angesammelt große Säugetiere, deren Knochen sie vor Ort zerschlugen. Auf diese Weise gewannen sie energiereiches Fett, indem sie die Knochenstücke erhitzten und in Wasser behandelten. Die aufwendige Herstellung von Knochenfett erforderte viel Planung und eine gezielte Organisation von Jagd, Transport und Verarbeitung der Kadaver. Dies zeigt, dass die Neandertaler ein tiefes ökologisches Verständnis und komplexe Ernährungsstrategien entwickelt hatten, die bisher eher den späteren Menschengruppen zugeschrieben wurden. Dies wird in einer Studie verdeutlicht, die in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht wurde, an der Wissenschaftler der Universität Leiden und des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt beteiligt waren.

Eine wertvolle Energiequelle

Die Bedeutung dieser Entdeckung ist nicht zu unterschätzen: Die gewonnenen Fettreserven spielten eine zentrale Rolle im Überleben der Neandertaler, insbesondere während harter Winter. Vorausgeplant wurden die Vorräte deponiert und bei Bedarf genutzt. Ein einziger Waldelefant konnte über 2.000 Tagesrationen für Erwachsene liefern – eine beachtliche Menge, die bedeutete, dass die Neandertaler überlebenswichtige Ressourcen bei ihren Jagdausflügen sicherstellen konnten. So unterstreicht Forschung-und-Wissen, dass die Fabrik der Neandertaler zur systematischen Lebensmittelproduktion gedacht war.

Der Fundbereich Neumark-Nord erstreckt sich über rund 30 Hektar und wurde bereits in den 1980er-Jahren entdeckt. Neueste Forschungen zeigen, dass Neandertaler nicht nur Essenslager anlegten, sondern auch auf große Tiere wie den Europäischen Waldelefanten jagten, dessen Knochen in Taubach und Gröbern gefunden wurden. Diese Funde verdeutlichen ein ausgeklügeltes Jagdverhalten der Neandertaler, das weit über das bisher Gewohnte hinausgeht. Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser erklärt, dass die Jagd auf Waldelefanten keine Ausnahme war, und das zeigt sich auch in den Schnittspuren an den Knochen, die auf eine intensive Verarbeitung hinweisen. Mit entsprechenden Maßnahmen, wie der geordneten Jagd in größeren Gruppen, wurde die Beute noch effizienter erlegt und verarbeitet, so dass die gesamte Gruppe profitieren konnte.

Die spannende Forschung wird fortgeführt, um die Details der Jagdmethoden und deren Auswirkungen auf das Ökosystem herauszufinden. Die Komplexität der Praktiken des Neandertalers wird durch die Entdeckung von mehr als 120.000 Knochenfragmenten und über 16.000 Feuersteinwerkzeugen untermauert. Futurezone hebt hervor, dass diese Ergebnisse nicht nur unser Verständnis der Neandertaler erweitern, sondern auch unser Bild von der prähistorischen Menschheit selbst verändern werden.