Dr. Oetkers Käse-Streusel: Skandalöse Preiserhöhung um 90%!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
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Die Verbraucherzentrale kritisiert Dr. Oetkers neue "Käse-Streusel"-Backmischung wegen versteckter Preiserhöhungen und Mogelpackungen.

Die Verbraucherzentrale kritisiert Dr. Oetkers neue "Käse-Streusel"-Backmischung wegen versteckter Preiserhöhungen und Mogelpackungen.
Die Verbraucherzentrale kritisiert Dr. Oetkers neue "Käse-Streusel"-Backmischung wegen versteckter Preiserhöhungen und Mogelpackungen.

Dr. Oetkers Käse-Streusel: Skandalöse Preiserhöhung um 90%!

In Köln sorgt die Dr. Oetker “Käse-Streusel”-Backmischung für Aufregung, nachdem sie von der Verbraucherzentrale im November zur „Mogelpackung des Monats“ gekürt wurde. Die Aufregung rührt daher, dass die Füllmenge der Backmischung nun von 730 Gramm auf 370 Gramm reduziert wurde. Dabei ist der Preis nur leicht gesunken – von 3,99 Euro auf 3,79 Euro. Diese Handhabung führt effektiv zu einer Preiserhöhung von fast 90 Prozent pro Kilogramm, was viele Verbraucher empört. Chip berichtet, dass …

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat dabei festgestellt, dass alle anderen Aspekte der Backmischung weitgehend unverändert geblieben sind, trotz der Marketingbehauptung, es handle sich um einen „Klassiker neu interpretiert“. Dies lässt den Schluss zu, dass die Firma versucht, durch geschickte Verpackungsänderungen den tatsächlichen Wert und die Mengenreduktion gezielt zu verschleiern, was als Täuschung angesehen wird. Die neue Verpackung suggeriert zudem, dass es sich um ein Neuprodukt handelt.

Preiserhöhungen und Verbrauchertäuschungen

Zusätzlich zu den Problemfeldern bei der Dr. Oetker Backmischung ist die Verbraucherzentrale besorgt über die allgemeine Praxis von Lebensmittelherstellern, die Qualität und Menge ihrer Produkte zu manipulieren. Viele Hersteller nutzen Tricks wie beispielsweise große Verpackungen und viel Luft, um die Verbraucher zu täuschen. In vielen Fällen wird die Füllmenge reduziert oder die Rezepturen werden einfacher gehalten, während die Preise nicht entsprechend sinken. Die Verbraucherzentrale erklärt, dass …

Die Forderungen der Verbraucherzentralen sind klar: Verpackungen sollten bis zum Rand gefüllt sein, es sei denn, technische Gründe sprechen dagegen. Ein Anhaltspunkt besagt, dass nicht mehr als 30 Prozent Luft in einer Packung sein sollten. Bei der Käse-Streusel-Backmischung ist allerdings keine solche Transparenz erkennbar, was nur weitere Fragen aufwirft. Verbrauchern wird geraten, sich bei Verdacht auf Mogelpackungen an die Verbraucherschutzorganisationen zu wenden.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen über Mogelpackungen sind wenig präzise und so bleibt es schwierig, solche Täuschungen zu ahnden. Strengere Vorschriften könnten dazu führen, dass Hersteller dazu gezwungen werden, ihre Verpackungen zu reduzieren, was enorme Einsparungen bei Verpackungsmüll zur Folge hätte. Laut Schätzungen könnten bis zu 1,4 Millionen Mülltonnen jährlich in Deutschland eingespart werden. Dies würde nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Verbraucher unterstützen, die unter dem Druck der steigenden Lebenshaltungskosten leiden.

In vielen Ländern, wie jetzt auch in Frankreich, wird ab Juli 2024 eine Pflicht zur Kennzeichnung von Mogelpackungen eingeführt. Vielleicht könnte dies auch in Deutschland ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Mit dieser Situation ist klar, dass Verbraucher stets kritisch bleiben und auch bei vermeintlichen Entscheidungen der Hersteller hinterfragen sollten, ob die Angebote tatsächlich ein gutes Geschäft darstellen oder ob hier nicht mehr als nur ein wenig Luft in der Verpackung steckt.