Friedensdekade startet: Komm den Frieden wecken in Chemnitz!
In Chemnitz beginnt am 7. November 2025 die Ökumenische Friedensdekade, die den 80. Jahrestag des Kriegsendes thematisiert.

Friedensdekade startet: Komm den Frieden wecken in Chemnitz!
In Köln stehen die Zeichen auf Frieden: Am kommenden Sonntag beginnt die Ökumenische Friedensdekade, die in diesem Jahr bereits zum 45. Mal gefeiert wird. Das diesjährige Motto „Komm den Frieden wecken“ ist ein klarer Aufruf, Frieden aktiv und gemeinsam zu gestalten. Die Feierlichkeiten fallen zeitlich zusammen mit dem 80. Jahrestag des Ends des Zweiten Weltkriegs, was die Thematik noch bedeutender macht.
Diese beeindruckende Initiative wird von Kirchen und christlichen Gruppen organisiert und erstreckt sich über mehrere Bundesländer, darunter Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Gemeindeveranstaltungen, Friedensgebete und ein buntes Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Konzerten und Lesungen geben allen die Möglichkeit, ihre Stimme für den Frieden zu erheben. Pastor Jens Haverland bringt es auf den Punkt: „In polarisierten Zeiten benötigen wir Zeichen der Hoffnung.“
Zentrale Veranstaltungen und Auszeichnungen
Ein besonderer Höhepunkt der Friedensdekade ist der zentrale bundesweite Gottesdienst am 12. November in Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025. Dieser findet in der Jakobikirche statt und bietet ein inspirierendes Programm, das Musik, Gebet und künstlerische Beiträge zur Versöhnung umfassen wird. Gleichzeitig wird der Ökumene-Preis der ACK verliehen, um Initiativen für Versöhnung und Dialog zu würdigen.
Die Wurzeln der Friedensdekade reichen bis in die Niederlande zurück. Seit der Übernahme dieser Idee in Deutschland 1980 fungiert die Friedensdekade als wichtiger Raum für das Sichtbarmachen von Friedensfragen, insbesondere in der DDR. Die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung stehen auch in diesem Jahr im Fokus und werden durch vielfältige Aktionen in Gemeinden, Schulen und Jugendgruppen ergänzt.
Kreative Inspiration und digitale Angebote
Ein spannendes Projekt im Rahmen der Friedensdekade ist die Präsentation von zehn künstlerischen Werken aus dem Projekt “justice.peace.imagination”. Zudem wird im nächsten Jahr eine Sketchbook-Ausstellung durch Ostdeutschland touren, die Einblicke in künstlerische Stimmen und deren Geschichten bieten wird. Damit wird der Dialog zwischen Kunst, Spiritualität und sozialem Engagement gefördert.
Die anstehende Friedensdekade 2025 wird auch digital einen Raum für Begegnung anbieten, mit täglichen Friedensimpulsen über die App „Peace and Pray“. Für alle, die sich aktiv beteiligen möchten, gibt es einen Terminkalender mit zahlreichen Veranstaltungen, den die Friedenkooperative in Bonn bereitstellt. Außerdem finden Interessierte in einem Onlineshop Materialien zur Friedensdekade, wie Postkarten, Aufkleber und Mehr.
Die Friedensdekade ist damit nicht nur ein Rückblick auf vergangene Konflikte, sondern ein aktives Bekenntnis zum Frieden auf allen Ebenen. Sie verbindet Generationen und Kulturen seit der deutschen Wiedervereinigung und zeigt, dass Frieden nichts ist, was man für selbstverständlich halten kann – er muss immer wieder neu erweckt werden.