Gedenken auf zwei Rädern: Weg der Erinnerung in Dresden am 9. November!

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Erleben Sie den „Weg der Erinnerung“ in Dresden am 9. November 2025: Eine Fahrradtour zur Gedenkstätte jüdischen Lebens und Leidens.

Erleben Sie den „Weg der Erinnerung“ in Dresden am 9. November 2025: Eine Fahrradtour zur Gedenkstätte jüdischen Lebens und Leidens.
Erleben Sie den „Weg der Erinnerung“ in Dresden am 9. November 2025: Eine Fahrradtour zur Gedenkstätte jüdischen Lebens und Leidens.

Gedenken auf zwei Rädern: Weg der Erinnerung in Dresden am 9. November!

Am morgigen Sonntag, dem 9. November 2025, findet in Dresden die Veranstaltung „Weg der Erinnerung“ statt, die an die Novemberpogrome erinnert und gleichzeitig das jüdische Leben sowie die Geschichte in der Stadt sichtbar macht. Veranstaltet wird dieses bewegende Event von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, in Kooperation mit der Ev. Jugend Dresden und der Katholischen Dekanats Jugend.

Der Startschuss fällt um 11 Uhr an der Gedenktafel an der Kreuzkirche am Altmarkt. Die Teilnehmenden bringen am besten ihr eigenes Fahrrad und wettergerechte Kleidung mit, denn es steht eine Fahrradtour zu verschiedenen Stationen jüdischen Lebens auf dem Programm. Die Route führt unter anderem zu markanten Punkten wie dem Hygiene Museum, der Staatskanzlei und der Synagoge in der Fiedlerstraße. Gegen 15 Uhr endet die Tour im Jugendzentrum Jugendkirche Dresden am Trinitatisplatz 1, wo die Teilnehmenden mit einem kleinen Imbiss verköstigt werden.

Ein wichtiges Thema für die Zukunft

Für das Jahr 2025 wurde ein spezielles Thema ausgearbeitet: „Die Nürnberger Gesetze 1935 und ihre Folgen“. Diese Gesetze wurden am 15. September 1935 erlassen und institutionalisierten die antisemitische Ideologie der Nationalsozialisten. Sie führten zu einer gravierenden Einschränkung der Rechte jüdischer Bürger, die unter anderem auch ihre politischen Ämter verloren und Berufsverbote erlitten. Veränderungen im Schulwesen und im privaten Lebensbereich waren ebenfalls die Folgen dieser diskriminierenden Gesetzgebung.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die tiefgreifenden Konsequenzen der Nürnberger Gesetze durch Biografien jüdischer Bürger und Bürgerinnen in Dresden zu verdeutlichen. Teilnehmen werden nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Jugendgruppen aus Gemeinden und Schulklassen, die aktiv in den Gedenkakt eingebunden sind.

Die Einladung zur Teilnahme wird somit zum Appell, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt zu setzen.

Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder vermehrt ins Blickfeld rückt, ist das Gedenken an die dunklen Kapitel unserer Geschichte umso wichtiger. Die Organisatoren hoffen, dass die Teilnehmenden die Bedeutung des „Weg der Erinnerung“ nicht nur als eine historische Aufarbeitung, sondern auch als einen Aufruf zur Wachsamkeit und zum Handeln in der Gegenwart begreifen werden.