Zoo Dresden in der Krise: Besucherrückgang führt zu Geldnot!
Zoo Dresden verzeichnet 50.000 weniger Besucher als erwartet. Zoodirektor fordert städtischen Zuschuss, während Finanzausschuss berät.

Zoo Dresden in der Krise: Besucherrückgang führt zu Geldnot!
Die Situation im Zoo Dresden entwickelt sich tragisch, denn die Besucherzahlen liegen im Jahr 2025 um 50.000 unter den Erwartungen. Zoodirektor Dr. Götz Fuchs hat daher die Stadt um finanzielle Unterstützung gebeten, da dem Zoo voraussichtlich 850.000 Euro fehlen werden. „Die hohen Energie- und Baukosten, kombiniert mit dem Rückgang der Besucherzahlen, belasten uns enorm“, erklärt Fuchs. Um die finanzielle Situation zu stabilisieren, muss der Zoo selbst bereits 350.000 Euro einsparen, was die Lage nicht einfacher macht.
Um die aufkommenden Finanzprobleme zumindest teilweise zu lösen, plant die Stadt, ihren Anteil an den Kosten aus Mehrerträgen der Konzessionsabgaben zu decken. Der Finanzausschuss des Stadtrats berät über die Bereitstellung eines Extra-Zuschusses von 500.000 Euro. Doch die Zustimmung steht auf der Kippe: CDU, AfD und SPD zeigen sich skeptisch gegenüber diesem Schritt. Stadt und Zoo stehen im Schatten der positiven Entwicklungen in Leipzig, wo der Zoo seit 2000 einen Masterplan verfolgt und als attraktiver wahrgenommen wird.
Finanzielle Herausforderungen im Vergleich zu Leipzig
Im Vergleich zu Leipzig, wo die Stadt 2,8 Millionen Euro jährlich für den Zoo aufbringt, sind die 2,6 Millionen Euro, die Dresden zur Verfügung steht, bereits ein Zeichen der Unterfinanzierung. Ursprünglich wurden Eintrittsgelder von 5,77 Millionen Euro für 2025 prognostiziert, doch die tatsächlichen Einnahmen könnten nur bei etwa 5,25 Millionen Euro liegen. Eine mögliche Erhöhung der Eintrittspreise steht zur Debatte, jedoch wird dies als kontraproduktiv erachtet.
Die Situation macht deutlich, dass im Zoo Dresden dringender Handlungsbedarf besteht. SPD-Fraktionsvorsitzende Carolin Ramm fordert ein Konzept, um die finanziellen Strukturen zu stabilisieren. In dieser angespannten Lage macht sich auch Tierschutzorganisation Peta bemerkbar. Sie fordert ein Umdenken in der Tierhaltung und kritisiert die ethische Vertretbarkeit des Zoos. „Wir sollten die Notwendigkeit eines Zuschusses überdenken“, so ein Sprecher von Peta.
Stadtrat verteidigt den Zoo
Inmitten dieser hitzigen Diskussionen verteidigt Stadtrat Peter Lames die Grundsatzentscheidung für den Zoo Dresden. „Ein Zoo hat eine wichtige Bildungs- und Forschungsfunktion“, betont er. Der Zoo Dresden, gegründet 1861, muss nun Wege finden, um Besucher zu gewinnen und die eigene Attraktivität zu steigern, während gleichzeitig die Herausforderungen durch steigende Kosten und sinkende Besucherzahlen gemeistert werden.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die Zukunft des Zoos. Ohne die entscheidende Unterstützung der Stadt wird es für die Institution schwierig, im harten Wettbewerb mit anderen Zoos, wie dem in Leipzig, zu bestehen. „Da liegt was an“, so könnte man sagen, wenn man den dringenden Handlungsbedarf betrachtet.
Die Diskussion um die Zukunft des Zoos bleibt spannend und zeigt einmal mehr, wie wichtig der Austausch zwischen Stadtpolitik und den kulturellen Einrichtungen ist, um eine nachhaltige Lösung zu finden.