Filmkunsttage Sachsen-Anhalt starten: Glamour ohne roten Teppich!
Filmkunsttage Sachsen-Anhalt 2025: Einblick in regionale Filmproduktion und kreative Austauschmöglichkeiten vom 11. bis 16. November.

Filmkunsttage Sachsen-Anhalt starten: Glamour ohne roten Teppich!
Die Filmkunsttage Sachsen-Anhalt feiern in diesem Jahr vom 11. bis 16. November 2025 ihre glanzvolle Rückkehr. Festivalchef Frank Salender hebt hervor, wie wichtig die regionale Filmproduktion für die kulturelle Landschaft ist. Unter den zahlreichen Beiträgen sticht der Eröffnungsfilm „Herz aus Eis“ (FR/DE 2025) von Lucile Hadžihalilovic hervor, der das Publikum auf einen einzigartigen cineastischen Weg mitnehmen wird.
Insgesamt bietet das Festival mit „Sehnsucht in Sangerhausen“, einem Film, der bereits in Locarno auf großer Leinwand zu sehen war, eine spannende Premiere in Sachsen-Anhalt. Dieses Werk, das im Wettbewerb läuft, ist nicht nur ein Highlight des Festivals, sondern spiegelt auch das kreative Potential der Region wider. Ein weiterer filmischer Leckerbissen wird dann am Freitag im Magdeburger Studiokino gezeigt, wo die Sachsen-Anhalt Premiere des Films ansteht. Besonders stolz zeigen sich die Organisatoren über die Zusage von Saskia Rosendahl, die für ihre Darbietungen den Ehrenpreis der Jury erhält und mit einer kleinen Filmreihe geehrt wird.
Kultur und Austausch
Die Filmkunsttage sind nicht nur ein Ort des Schauens, sondern auch des Austausches. Am Donnerstag wird im Puschkino Halle die Gelegenheit geboten, mit Preisträgern ins Gespräch zu kommen. Hier kommt der familiäre Charme des Festivals zur Geltung, das ohne roten Teppich, aber dennoch mit einer Prise Glamour aufwartet. „Wir haben die letzten Jahre ein treues Stammpublikum gewinnen können, das unsere Anstrengungen schätzt“, erzählt Salender stolz.
Die Veranstaltung fördert den Kontakt zwischen Filmemacher:innen, Publikum und der regionalen Filmbranche und präsentiert insgesamt sechs Wettbewerbsfilme aus über 220 deutschsprachigen Erstaufführungen des letzten Jahres. Die Auswahlkriterien der Wettbewerbsfilme sind anspruchsvoll: Sie sollen wertvoll, innovativ und für das Publikum besonders ansprechend sein. Ein auffälliges Beispiel hierfür ist „Ninja Motherf*cking Destruction“, dessen lange Produktionszeit zeigt, wie viel Engagement in jedem Werk steckt.
Veränderungen in der Filmbranche
Ein weiteres Thema, das in diesem Jahr auf den Filmkunstagen diskutiert wird, ist die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Filmproduktion. Frank Salender prognostiziert, dass sich das filmische Handwerk stark verändern wird – ähnlich wie einst mit der Einführung des Buchdrucks. „Die Filmkunsttage sind eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart“, erklärt er und unterstreicht damit die Relevanz des Festivals in der heutigen Zeit.
Zudem wird die Auszeichnung für Nebengewerke verliehen, um die Teamarbeit im Film zu betonen. In diesem Jahr geht der Preis in der Sparte Kostümbild an Marie-Luise Wolf, die für „Sehnsucht in Sangerhausen“ die Kostüme gestaltet hat. Mit sichtlich guter Laune plant das Festivalteam eine attraktive gastronomische Versorgung, damit das Publikum nicht nur mit Film, sondern auch mit gutem Essen verwöhnt wird.
Starker Rückhalt findet das Event durch die Unterstützung von Mitstreiter:innen, Partner:innen, Sponsoren und Fördergremien des Landes, unter der Schirmherrschaft von Rainer Robra, dem Chef der Staatskanzlei und Kulturminister von Sachsen-Anhalt. Die Filmkunsttage gehören nun schon seit über zehn Jahren zum festen Bestandteil der regionalen Kulturszene und zeigen, dass die Liebe zum Film hier ganz großgeschrieben wird.
Für alle Cineasten und Freunde des besonderen Kinos gibt es also viele Gründe, die Filmkunsttage zu besuchen, das regionale Talent zu feiern und an spannenden Diskussionen teilzunehmen. Ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte!
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite der Filmkunsttage und bei MDR.