Leipzigs Wohnungsbau: 1100 neue Wohnungen trotz 26 Millionen Euro Sparmaßnahmen!
Leipzig plant Einsparungen von 26 Millionen Euro und genehmigt den Bau von 1100 neuen Wohnungen in der Südvorstadt.

Leipzigs Wohnungsbau: 1100 neue Wohnungen trotz 26 Millionen Euro Sparmaßnahmen!
In Leipzig tut sich einiges – vor allem im Wohnungsbau, der zunehmend ins Rampenlicht rückt. So plant die Stadt, zur Haushaltskonsolidierung kräftig zu sparen und hat Einsparungen in Höhe von 26 Millionen Euro beschlossen. Diese Einsparungen betreffen einen breiten Bereich, darunter die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen, den Wohnungsbau, Solardächer und Horte. Trotz dieser Einschnitte hat der Stadtrat die Genehmigung für den Bau von 1100 neuen Wohnungen am Rand der Südvorstadt erteilt, was den Bürger:innen in der Region Hoffnung auf mehr Wohnraum gibt. Laut lvz.de werden 400 dieser neuen Wohnungen als Sozialwohnungen mit festgeschriebenen günstigen Mieten für die nächsten 20 Jahre gebaut.
Im Zuge dieser Entwicklungen plant die Buwog, die Erschließungsarbeiten im Erdreich ab 2026 zu beginnen. Geplant sind mehrere Bauabschnitte, mit ersten Fertigstellungen bis 2030. Der Aufbau eines Gleisdreiecks in 3,50 Metern Höhe im Südwesten Leipzigs ist ein weiterer infrastruktureller Punkt, der ebenfalls im Bauprogramm auftaucht. Währenddessen steht die Dieskaustraße vor umfassenden Sanierungsarbeiten, was im Bereich Windorfer/Dieskauer Straße zu Wenden der Straßenbahnen führt.
Herausforderungen für die LWB
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) steht jedoch nicht nur vor neuen Projekten, sondern auch vor erheblichen Herausforderungen. In der Kochstraße und August-Bebel-Straße plant die LWB die Sanierung von drei Wohnblöcken, doch Gespräche mit dem Stadtrat über diese Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Die Rakete bei den Baupreisen setzt die LWB unter Druck, die Sanierungskosten von 4.000 Euro pro Quadratmeter zu minimieren. In dem Zusammenhang hat die LWB dem Oberbürgermeister drei Varianten für die Umsetzung des Ratsbeschlusses vorgelegt. Diese Varianten könnten durch eine umfassende Beteiligung an der Planung ambulante Kostensteigerungen mit sich bringen, wie die l-iz.de berichtet.
Ebenfalls unter Diskussion – die Minimalvariante zur Sanierung des Objekts Kochstraße 13-15, die von den ursprünglichen Planungen abweicht. Die Modernisierungsumlage für Bestandsmieter ist auf maximal 2 €/m² begrenzt, was die LWB vor eine wirtschaftliche Herausforderung stellt. Um die Sanierungsmaßnahmen wirtschaftlich abzusichern, prüft die LWB unter anderem die Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel.
Soziale Wohnungsbauprojekte im Fokus
Ein weiteres Projekt, das durch die Finanzspritze des Freistaates Sachsen in Höhe von 5,9 Millionen Euro an Fahrt gewonnen hat, ist der Bau eines neuen Wohnquartiers auf der Johannisallee. Hier werden neun Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 202 Wohnungen errichtet, von denen mehr als die Hälfte als Sozialwohnungen gefördert werden. Die Grundsteinlegung fand am 23. Mai 2025 statt, und die Fertigstellung des Neubaus ist für April 2027 geplant. Um die Attraktivität für die künftigen Mieter zu erhöhen, wird jede Wohnung mit einem Balkon, einer Loggia oder einer Terrasse ausgestattet, ergänzend zu einem neu gestalteten Innenhof mit Aufenthaltszonen und Spielplätzen, wie bpd-leipzig.de ausführlich darstellt.
Die Fordernung nach Wohnraum in Leipzig bleibt drängend, auch wenn die vorhandenen finanziellen Mittel laut den Linksfraktionen im Sächsischen Landtag möglicherweise nicht ausreichen, um die Wohnraumnot umfassend zu lindern. Die Diskussion ist also eröffnet – bleibt zu hoffen, dass die Stadt und die LWB weiterhin ein gutes Händchen für die Umsetzung der zahlreichen Projekte beweisen.
Wie immer wird es auch in der Stadt selbst nicht ruhig: Heute Abend findet die Radnacht in Leipzig statt, mit über 5000 erwarteten Teilnehmer:innen und temporären Verkehrssperrungen. Ein guter Anlass, um auf die aktuellen Entwicklungen in der Stadt aufmerksam zu machen!