Skandalöse Abschiebung: Irakische Familie in Gröditz über Nacht getrennt!
Eine irakische Familie wurde in Sachsen abgeschoben, trotz ihrer Integration. Proteste fordern Rückkehr und kritisieren die Maßnahmen.

Skandalöse Abschiebung: Irakische Familie in Gröditz über Nacht getrennt!
In der kleinen Stadt Gröditz, Sachsen, sorgt die Abschiebung einer irakischen Familie für Aufregung und Entsetzen. Am 28. Oktober 2025 wurden die Eltern und der 13-jährige Sohn aus ihrer langjährigen Heimat in Deutschland zurück nach Bagdad gebracht. Der 21-jährige Sohn, Sazvin Kamiran Haji, blieb zurück, um seine Gesellenprüfung abzulegen, die für ihn eine wichtige Zukunftsperspektive darstellt. Wie MDR berichtet, geschah die Abschiebung mitten in der Nacht und die Familie hatte lediglich zehn Minuten Zeit, um ihre Sachen zu packen.
Die Situation war für alle Beteiligten traumatisch. Sazvin erzählt, dass sein kleiner Bruder Warvan nicht verstand, warum sie abgeschoben wurden, da Gröditz für sie stets ihr Zuhause war. Während der Abschiebung geriet die Mutter in einen Schockzustand, wurde bewusstlos und es wurde nicht einmal ein Notarzt gerufen. Zudem nahm die Polizei der Familie die Handys weg, was eine Kommunikation mit der Außenwelt unmöglich machte. Tägliche Gespräche mit seiner über ängstlichen Mutter im Irak zeigen, dass die emotionale Belastung enorm ist, wie Sazvin beschreibt.
Die Integrationsgeschichte der Familie
Die Familie lebt bereits seit viereinhalb Jahren in Deutschland. Sie floh vor dem Terror der PKK aus Duhok im Irak und fand in Gröditz eine neue Heimat. Der Vater arbeitete als Friseur und engagierte sich ehrenamtlich in einem Altenheim, während die Mutter einer Seniorin im Alltag half. Der planmäßige Antrag auf eine Beschäftigungsduldung wurde von den Behörden abgelehnt, da die Deutschkenntnisse des Vaters in Frage gestellt wurden, obwohl er täglich auf Deutsch sprach.
Besonders die 90-jährige Nachbarin der Familie hat sich in einem Unterstützervideo empört über die Abrissaktion geäußert und die Rückkehr der Familie gefordert. Der Sächsische Flüchtlingsrat kritisiert diese Abschiebung als inhuman und fordert eine Neubewertung der Integrationsleistungen der Familie. Auch die unklare Begründung der Behörden für die Abschiebung trägt zur Unzufriedenheit in der Bevölkerung bei.
Gesellschaftliche Reaktionen und politische Debatten
Die vorangegangene Episode wirft Licht auf die derzeitige Debatte über Migrationspolitik in Deutschland. Der Flüchtlingsrat verweist darauf, dass das Grundgesetz den Familien besonderen Schutz bietet, dies aber nicht für Menschen in Duldung zu gelten scheint. Wie aktuelle Studien zeigen, ist die Migrationspolitik in Deutschland von wachsender Relevanz; die Asylanträge sinken zwar, doch die Debatten rund um Abschiebungen sind omnipräsent. Auch die politischen Entwicklungen mit einem Rechtsruck, vor allem durch die AfD, tragen zur Verstärkung dieser Diskussionen bei.
Angesichts der angespannten Situation gibt es bereits eine Demonstration zur Rückholung der Familie, die für den 9. November 2025 vor dem Bundeskanzleramt in Berlin angesetzt ist. Die Menschen erwarten ein Umdenken bei den zuständigen Behörden und fordern, dass Integrationsleistungen anerkannt werden. In einem Land, das zeitweise über eine Million Geflüchtete aufnahm, ist dies mehr als ein einfaches Gesprächsthema – es ist eine humanitäre Pflicht. n-tv unterstreicht die Notwendigkeit eines Umdenkens.
Die aktuell angerissenen Themen der Migrationspolitik und der damit verbundenen Herausforderungen stehen symptomatisch für einen gesellschaftlichen Wandel. Für Sazvin und seine Familie ist nicht nur die Rückkehr nach Deutschland, sondern auch die Zukunft und die Verwirklichung ihrer Träume in großer Gefahr. Wie geht es weiter im Zuhause Gröditz, und wird die zuständige Stelle den Hilferuf der Betroffenen hören? Statista zeigt, dass das Thema Migration nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die gesamte Gesellschaft von höchster Relevanz bleibt.