Überraschung am Flugplatz: Ostblockflieger landen spektakulär in Großenhain!
Am 26.10.2025 fand der Saisonabschluss der Ostblockflieger in Großenhain statt, wo historische Flugzeuge und Formationsflüge die Zuschauer begeisterten.

Überraschung am Flugplatz: Ostblockflieger landen spektakulär in Großenhain!
In Großenhain herrscht wieder reges Fliegertreiben! Zu einem fröhlichen Saisonabschluss der Ostblockflieger kamen zahlreiche Piloten und Flugzeugfans auf den historischen Flugplatz. Unter den Gästen waren Matthias Fetzner, Hermann Huxohl und Malte Thielmeier, die mit einer alten Antonov aus Soest, Nordrhein-Westfalen, angereist waren. Diese legte am Samstagmorgen mit einem beeindruckenden Rundflug über die Stadt los – ein wahrer Genuss für die Zuschauer.
Die Veranstaltung fand in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge öffentlich an der Historischen Fliegerhalle Ost und am Hangar 23 statt. Ronald Größner, der Besitzer des Hangars, stellte die Organisation zusammen mit Alexander d‘Avignon und vielen weiteren passionierten Fliegern sicher. „Die Antonov wird überwintern, und wir freuen uns schon auf die nächsten Flüge“, so Größner, der zudem von einer besonderen Überraschung berichtete: Ein zweites, gelbes Flugzeug landete ebenfalls und sorgte für zusätzliches Zuschauerinteresse.
Ein Blick in die Vergangenheit
Der Flugplatz in Großenhain ist nicht nur für Luftfahrtenthusiasten ein spannendes Ziel, sondern hat auch eine bewegte Geschichte. Während der Zeit der DDR war der Platz ein wichtiger Standort für die sowjetische Armee und nun wird über seine militärhistorische Bedeutung geforscht. Historiker schätzen, dass seit 1962 möglicherweise Atomwaffen in Großenhain gelagert waren. Dies wirft viele Fragen auf – Marcel Reichel dokumentiert die militärische Geschichte des Flugplatzes seit 2004 und plant, unter anderem auch in einer Ausstellung die geschichtlichen Facetten aufzuarbeiten. Die Region beabsichtigt, das Flugplatzgelände in das größte Gewerbegebiet Ostdeutschlands umzuwandeln, wobei allerdings die Sanierung der mit Kerosin verseuchten Böden noch erforderlich ist.
Ronald Größner, ein ehemaliger Mechaniker bei Interflug, hat in seinem Hangar eine Sammlung historischer Flugzeuge, darunter die „Bücker Jungmann“ aus den 1930er-Jahren, untergebracht. Diese diente während der NS-Zeit als Schulungsflugzeug. Größner untersucht zudem, ob die „Arado 234“, aus Großenhain an deutsche Kampfgeschwader ausgeliefert, in seinem Hangar nachgerüstet wurde. Ein weiterer, tragischer Vorfall in der Geschichte des Flugplatzes war der Absturz einer „Suchoi Su-07“ im Jahr 1966.
Ein Ort für Geschichtsliebhaber
Flugplatz Großenhain zieht immer mehr Geschichtsinteressierte und Luftfahrtbegeisterte an, nicht zuletzt wegen der kontinuierlichen Bemühungen um den Erhalt und die Präsentation historischer Flugzeuge. Eine aktuelle Ausstellung zur historischen Luftfahrt im Deutschen Museum bietet spannende Einblicke in die Anfänge des Fliegens im 20. Jahrhundert, vom technischen Aufstieg bis hin zu den Herausforderungen der beiden Weltkriege. Hier können Besucher unter anderem Exponate wie die Junkers F13 und die Messerschmitt Me 262 bestaunen.
Mit einem Formationsflug über Großenhain und der regen Beteiligung kommt die Freude am Fliegen bei jedem Event zum Ausdruck. In dieser schönen Kulisse wird die Verbindung zwischen Geschichte und Technik lebendig – ein echtes Highlight für alle, die sich für die Kunst des Fliegens begeistern. Wer sich also für die Luftfahrt interessiert, sollte Großenhain auf keinen Fall auslassen! Weitere Informationen bietet die Sächsische oder der MDR über diesen geschichtsträchtigen Ort. Darüber hinaus können Interessierte im Deutschen Museum mehr über die historische Luftfahrt erfahren.