Umfrage zum Arbeitsschutz: Wie sicher sind die Ställe im Landkreis Meißen?

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Agrar-Beschäftigte im Landkreis Meißen können bis zum 14. September an einer anonymen Umfrage zu Arbeitsbedingungen teilnehmen.

Agrar-Beschäftigte im Landkreis Meißen können bis zum 14. September an einer anonymen Umfrage zu Arbeitsbedingungen teilnehmen.
Agrar-Beschäftigte im Landkreis Meißen können bis zum 14. September an einer anonymen Umfrage zu Arbeitsbedingungen teilnehmen.

Umfrage zum Arbeitsschutz: Wie sicher sind die Ställe im Landkreis Meißen?

Im Landkreis Meißen sind Agrar-Beschäftigte und Auszubildende aufgerufen, sich an einer umfassenden Umfrage zu beteiligen, die ein genaueres Bild der Arbeitsbedingungen in der Tierhaltung aufzeigen soll. Diese Initiative wird von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unterstützt und ist Teil eines landesweiten Projekts, das auch im Altenburger Land aktiv ist. Die Umfrage ist online zugänglich und kann bequem über Smartphones, Tablets oder Computer ausgefüllt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt circa 15 Minuten und bleibt bis zum 14. September offen.

Das Besondere an dieser Umfrage ist die Garantie der Anonymität der Antworten. Jörg Borowski von der Agrar-Gewerkschaft unterstreicht die Bedeutung, die Perspektive der Beschäftigten zu erfassen. Diese Umfrage, die vom gewerkschaftsnahen PECO-Institut durchgeführt wird, zielt darauf ab, die Erfahrungen und Herausforderungen von Angestellten sowie Auszubildenden in der Tierzucht und Tierhaltung zu beleuchten. Zu den zentralen Themen gehören Arbeitsbedingungen, Löhne, Belastungen und die allgemeine Jobzufriedenheit.

Workplace Safety and Conditions

Ein zentrales Anliegen dieser Umfrage sind die Arbeitsbedingungen im Stall. Hierzu gehören nicht nur die Herausforderungen, sondern auch der Arbeitsschutz – Aspekte wie Huftritt und Staubbelastung spielen eine wesentliche Rolle. Zu bedenken ist ebenfalls, dass viele Beschäftigte oft an ihre Grenzen stoßen, da die Arbeitszeiten in der Tierhaltung häufig eine 7-Tage-Woche vorsehen. Diese belastenden Faktoren stehen im Fokus der Untersuchung, die das Ziel verfolgt, die Arbeitsrealität im Altenburger Land zu reflektieren und entsprechende Verbesserungen zu fördern.

Wie eine Analyse des PECO-Instituts zeigt, sind niedrige Löhne, hoher Leistungsdruck und prekäre Arbeitsbedingungen in der Agrarbranche oft an der Tagesordnung, werden jedoch selten ausreichend thematisiert. Das Institut hat sich der Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in den Grünen Berufen verschrieben, was auch das Projekt “Transformation-Arbeit-Klima-Tierhaltung” umfasst. Hierbei werden die Sichtweisen der Beschäftigten in der Nutztierhaltung untersucht, um zukunftsfähige Arbeitswelten zu gestalten.

Gender Equality and Fair Labor Initiatives

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Gleichstellung in der Landwirtschaft. Das PECO-Institut setzt sich für Sensibilisierung und besseres Bewusstsein in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und Grenzverletzungen am Arbeitsplatz ein. Hierzu werden Vorträge, Schulungen, Seminare und Workshops angeboten, um mehr Aufmerksamkeit auf diese essenziellen Themen zu lenken.

Zusätzlich ist das PECO-Institut Mitglied der Initiative Faire Landarbeit, die die Situation von Saisonbeschäftigten nachhaltig verbessern möchte. Dies schließt unter anderem Recherche- und Forschungsprojekte ein, die die Arbeitsbedingungen in der gesamten Branche thematisieren. In Anbetracht der komplexen Herausforderungen, die in der Agrarbranche bestehen, ist diese Umfrage ein erster Schritt, um echte Veränderungen anzustoßen.

Alle, die im Bereich Tierhaltung und Tierzucht tätig sind und ihre Erfahrungen teilen möchten, sind herzlich eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen. Es ist eine einmalige Gelegenheit, die eigenen Herausforderungen sichtbar zu machen und aktiv zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Branche beizutragen.

Für weitere Informationen und zur Teilnahme an der Umfrage besuchen Sie bitte die Seiten der Sachsen, ABG und PECO.