Vogelgrippe-Gefahr in Nordsachsen: Geflügelhalter reagieren schnell!

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Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus; Maßnahmen in Nordsachsen schützen Geflügelhalter vor Ausbrüchen.

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus; Maßnahmen in Nordsachsen schützen Geflügelhalter vor Ausbrüchen.
Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus; Maßnahmen in Nordsachsen schützen Geflügelhalter vor Ausbrüchen.

Vogelgrippe-Gefahr in Nordsachsen: Geflügelhalter reagieren schnell!

In Deutschland breitet sich zurzeit die hochansteckende Vogelgrippe aus, und das mit einer Geschwindigkeit, die selbst die erfahrensten Geflügelhalter in Alarmbereitschaft versetzt. Der Herbst, der in der Natur für bunte Farben steht, bringt in diesem Jahr vor allem Sorgen um die Tiergesundheit. So sind bereits in mindestens sieben Bundesländern Ausbrüche dieser gefürchteten Krankheit gemeldet worden – allerdings bisher noch nicht in Sachsen und Nordsachsen. Dies berichtete unter anderem die LVZ.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat das Risiko für weitere Ausbrüche in Geflügelhaltungen in Deutschland als hoch eingestuft. Lorenz Eskildsen, ein großer Geflügelproduzent, hat auf die angespannten Umstände reagiert, indem er umfassende Sicherheitsmaßnahmen implementiert hat. Diese beinhalten unter anderem überdachte Wintergärten für seine Gänse. „Diese Vogelgrippewelle ist aggressiv und kommt schnell“, warnt Eskildsen und zeigt sich besorgt über die Gefahren, die nicht nur seine, sondern die gesamte Geflügelbranche bedrohen.

Vorsorgemaßnahmen der Geflügelhalter

Besonders Biobauer Oliver Barth aus Beckwitz ist vorsichtig. Seine Tiere, die viel Auslauf haben, könnten in Kontakt mit Wildvögeln kommen. Auch er hat Maßnahmen ergriffen, wie das Auslegen von Desinfektionsmatten und die Einschränkung des Besucherzugangs. Rund 300 Gänse, die für das Weihnachtsgeschäft vorgesehen sind, stehen auf dem Spiel. Die bevorstehenden Festtage werfen bereits ihre Schatten voraus, doch zuerst gilt es, die Tiere zu schützen.

In Dahlenberg haben Uta und Hubert Platz aus persönlichen Gründen ihre Bestände stark reduziert, während Chris Pötzsch, der Vorsitzende des Kleintierzüchtervereins Torgau, die Vogelgrippe zwar als ernstes Thema, jedoch nicht als akute Bedrohung wahrnimmt. „Wir bleiben wachsam“, betont Pötzsch. Einige Rassegeflügelvereine in der Region planen trotz der Lage ihre Ausstellungen, wie die Rassegeflügelausstellung in Großwig am 1. und 2. November sowie die Ausstellung des Rassegeflügelzuchtvereins Luppa am 8. und 9. November.

Die Lage insgesamt

In anderen Teilen Deutschlands schaut die Lage weniger rosig aus. Besonders betroffen sind die Bundesländer mit starkem Vogelzug, wie Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, wo Zehntausende Tiere gekeult werden mussten. So wurden in Baden-Württemberg 15.000 Tiere in einem betroffenen Betrieb getötet, und die Gesamtzahl der aufgrund der Vogelgrippe getöteten Nutztiere liegt mittlerweile über 200.000. Diese besorgniserregenden Zahlen werden auch von der Tagesschau und ZDF bestätigt.

Inzwischen hat der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zu verstärkten Schutzmaßnahmen aufgerufen, um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Obwohl das Risiko für Menschen derzeit als gering eingestuft wird, ist Vorsicht geboten: Kontakte zu erkrankten oder verendeten Wildvögeln sollten vermieden werden. Der Herbst bringt nicht nur farbenfrohe Blätter, sondern auch eine ernsthafte Herausforderung für die Geflügelhalter in ganz Deutschland.