Pflegekrise in Sachsen: Grüne fordern sofortige Integration ausländischer Kräfte!
Sachsen steht vor dem Fachkräftemangel in der Pflege. Politikerin Schubert kritisiert fehlende Integrationskonzepte für ausländische Fachkräfte.

Pflegekrise in Sachsen: Grüne fordern sofortige Integration ausländischer Kräfte!
Ob in der Politik oder im Alltag – manchmal ist es wichtig, den Blick auf das Wesentliche zu richten. In Sachsen stehen die Verantwortlichen derzeit vor einer Herausforderung, die auch Kita- und Schulkindern bekannt ist: Die Suche nach Fachkräften, insbesondere im Pflegebereich. Bis 2035 werden hierzulande sage und schreibe 5.000 Pflegefachkräfte fehlen. Diese alarmierenden Zahlen sind seit zwei Jahren bekannt, und dennoch wurde viel zu wenig unternommen, um dem entgegenzuwirken. MDR berichtet, dass die Landtagsabgeordnete Franziska Schubert von den Grünen eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zur Integration ausländischer Pflegekräfte stellte und ernüchternde Antworten erhielt.
Die Grünen verlangen dringende Verbesserungen in der Integration ausländischer Pflegekräfte. Schubert kritisiert die schwarz-rot regierende Minderheitsregierung scharf wegen ihrer Untätigkeit und fordert ein strukturiertes Konzept zur Integration dieser Fachkräfte aus Drittstaaten. In einer Zeit, in der Pflegekräfte aus dem Ausland wichtiger sind denn je, wirft sie der Landesregierung vor, es fehle an essentiellen Daten, die für eine zielgerichtete Strategie nötig wären. Ohne Informationen zu Aufenthaltstiteln oder Bearbeitungszeiten lassen sich Engpässe nur schwer identifizieren.
Politische Verantwortung und Handlungsbedarf
Sozialministerin Petra Köpping (SPD) äußerte sich dahingehend, dass die Staatsregierung keine Details über Anträge auf Aufenthaltstitel bereitstellen könne, weil dies die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung gefährden würde. Sie betont allerdings auch, dass die Verantwortung zur Integration primär bei den Arbeitgebern und dem gesellschaftlichen Umfeld liege. Ein Ausweg aus der Misere könnte ein schnelleres Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse sein, ohne jedoch die Patientensicherheit in Gefahr zu bringen.
Schubert fordert zusätzlich staatliche Unterstützung beim Ausbau von Sprachkursen und der Wohnungssuche für die Pflegekräfte, um deren Integration zu erleichtern. Es scheint, als würde der Druck auf die verantwortlichen Politiker steigen, den Mangel an Fachkräften und die damit verbundenen Herausforderungen ernsthaft anzugehen.
Ein weiteres Thema, das die Gemüter bewegt, sind die Schwierigkeiten, mit denen Menschen in der Pflege konfrontiert sind, um an benötigte Ressourcen, wie etwa Sprachkurse, zu gelangen. In Zeiten, in denen die Welt immer globaler wird, ist es unerlässlich, auch eine entsprechende Infrastruktur für ausländische Fachkräfte zu schaffen.
Die Situation in Sachsen ist ein Alarmzeichen. Wenn die Politik nicht bald handelt, könnte der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren zu einem ernsthaften Problem werden, das nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern auch das Vertrauen in das politische System tangiert. Jetzt ist der Moment, in dem ein gutes Händchen gefragt ist, um eine tragfähige Lösung zu entwickeln.
Der Weg zur Besserung ist lang, doch mit einer klaren Strategie können Fortschritte erzielt werden. Die Verantwortung liegt nun bei den Entscheidungsträgern, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Und vielleicht können sie das bestehende Potenzial nutzen, um Sachsen zu einem attraktiven Ort für Pflegekräfte aus dem Ausland zu machen – eine Schlüsselressource für den Gesundheitssektor.