Revolutionäre Bürgersäulen: So wird die Verwaltung digitaler!
Innovative Bürgerservice-Säulen in Sachsen bieten digitale Verwaltungsleistungen und erleichtern den Kontakt zu Behörden ab 2025.

Revolutionäre Bürgersäulen: So wird die Verwaltung digitaler!
In einer bemerkenswerten Entwicklung testet das Bremer Unternehmen “Tante Enso” innovative Bürgerservicesäulen in 13 Märkten in Deutschland. Diese neue digitale Lösung, die von Dieter Rittinger entwickelt wurde, soll es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, Verwaltungsangelegenheiten schnell und unkompliziert zu erledigen. Diese Fortschritte in der digitalen Verwaltung sind Teil eines größeren Trends, der die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen in Deutschland revolutionieren will. Rittinger hat über zehn Jahre an diesem System gefeilt, und die ersten Prototypen sind bereits in Apotheken in Sachsen zu finden. Die Säule bietet eine Vielzahl von Funktionen, darunter die Möglichkeit, Anträge auf Personalausweise zu stellen – inklusive Fotoaufnahme – und ermöglicht den direkten Kontakt zu Handwerkern und Ärzten über die Säule, wie Liane Pollmanns und Jürgen Schmidt aus Langenstein anmerken.
Wie mdr.de berichtet, ist eine der Hauptmerkmale dieser Bürgersäulen die Sicherheit: Der Zugang erfolgt nur über eine Karte, und sie speichern keine persönlichen Daten der Nutzer. Dies soll nicht nur den Bürgern den Weg zur Behörde ersparen, sondern auch den öffentlichen Dienst entlasten. Die Deutsche Gesellschaft für Informations- und Versorgungsmanagement GmbH (DeGIV) bringt über 350 digitale Zugangspunkte in dieses Projekt ein, um die Anbindung und Funktionalität sicherzustellen.
Ein digitaler Marktplatz für Daseinsvorsorge
Die Idee ist nicht nur auf den Einzelnen beschränkt, sondern zielt auf einen flächendeckenden digitalen Marktplatz ab, der verschiedene Institutionen wie Ämter, Banken und Krankenkassen miteinander verbindet. Dies entspricht dem, was iese.fraunhofer.de als notwendig für moderne Smart-City-Lösungen beschreibt. Ein öffentlicher Marktplatz könnte neue Standards für digitale Verwaltungsleistungen setzen und damit das Vertrauen in die öffentliche Verwaltung stärken. Besonders vor dem Hintergrund eines zunehmenden Vertrauensverlustes in die Handlungsfähigkeit von Politik und Verwaltung wird die Schaffung solcher digitaler Infrastruktur immer wichtiger.
Der Normenkontrollrat spricht sich dafür aus, das bestehende EfA-Prinzip (einmalige Datenerfassung) zugunsten von EfA-Standards und Basiskomponenten aufzugeben, um die Verwaltung effizienter zu gestalten. Ein solcher digitaler Marktplatz würde nicht nur die Transparenz erhöhen, sondern auch den Wettbewerb unter deutschen Tech-Unternehmen und Start-ups fördern. Hierbei könnte die integrierte Lösung helfen, um Sicherheitsmechanismen und Interoperabilität zu gewährleisten.
Die digitale Zukunft gestalten
Im Kontext der Digitalisierung haben sich auch die Begriffe und Anwendungen weiterentwickelt. Der Begriff “digital” selbst, abgeleitet von “digitus”, was so viel wie Finger bedeutet, findet in den verschiedensten Bereichen Anwendung, von digitalen Zahlungssystemen bis zu modernen Technologien, die die Informationen schneller und effizienter verarbeiten. (wiktionary.org).
Die Testphase der Bürgerservicesäulen wird im Herbst dieses Jahres ausgewertet, um Feedback von den Nutzern einzuholen und die Systeme zu optimieren. Nach der Analyse dieser Phase wird entschieden, wie es mit den aktuell installierten Säulen weitergeht. Erste Rückmeldungen zeigen, dass die Nutzer den Komfort und die Zeitersparnis sehr schätzen.