Heidenau in der Krise: Geburtenrückgang droht Kita-Zukunft zu gefährden!

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Heidenau verzeichnet 2023 einen Geburtenrückgang. Ursachen und Auswirkungen auf Kitas bis 2027 werden analysiert.

Heidenau verzeichnet 2023 einen Geburtenrückgang. Ursachen und Auswirkungen auf Kitas bis 2027 werden analysiert.
Heidenau verzeichnet 2023 einen Geburtenrückgang. Ursachen und Auswirkungen auf Kitas bis 2027 werden analysiert.

Heidenau in der Krise: Geburtenrückgang droht Kita-Zukunft zu gefährden!

Die Stadt Heidenau erlebt einen markanten Geburtenrückgang, der nicht nur die demografische Landschaft, sondern auch die Planung von Kita-Plätzen maßgeblich beeinflusst. Im Jahr 2023 wurden hier lediglich 99 Kinder geboren, und die Zahlen setzten ihren Abwärtstrend fort: 2024 sank diese Zahl auf 80 Geburten, während im ersten Halbjahr 2025 erst 43 Kinder das Licht der Welt erblickten. Der aktuelle Durchschnitt von sieben Geburten pro Monat ist ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den Jahren 2015 und 2017, als noch jeweils 162 Kinder geboren wurden. Dieser Trend wird von der Stadtverwaltung genau beobachtet, da die Geburtenzahlen entscheidend für die Bedarfsplanung in den Kitas bis Mitte 2027 sind, wie Sächsische.de berichtet.

Die Ursachen für diesen Rückgang sind komplex. Ein entscheidender Faktor ist der unzureichende Wohnungsbau, der es schwierig macht, neue Familien anzuziehen. Die Stadt Heidenau verzeichnete in den letzten Jahren einen Rückgang bei den Zuzügen, was zur Verlangsamung des Wachstums beitragen könnte. Preisentwicklungen im Wohnungsbau erschweren die Situation zusätzlich, da die Umsetzung geplanter Baugebiete sich bis Juli 2027 nicht realisieren lässt. Aktuell sind zwar keine Kita-Schließungen geplant, dennoch wird eine solche Option nicht ausgeschlossen, falls der Rückgang der Geburten anhält.

Der Kita-Ausbau unter Druck

In der Zeit vor 2021 war der Kita-Ausbau enorm – fast 800.000 Geburten wurden 2021 registriert, was einen massiven Ausbau der Betreuungsplätze nach sich zog. Doch mit dem Geburtenrückgang, der seit 2022 sichtbar ist, ist die Situation nun ganz anders. 2023 sank die Zahl der Geburten auf unter 700.000, was einem Rückgang von 100.000 in nur zwei Jahren entspricht. Diese Entwicklungen haben spürbare Auswirkungen, nicht nur in Heidenau, sondern auch in Ostdeutschland, wo ein stärkerer Kita-Platzabbau erwartet wird. In Westdeutschland könnte sich die Platznot hingegen verringern, wie DJI aufzeigt.

Besonders herausfordernd ist die Situation aufgrund des Fachkräftemangels in der Kinder- und Jugendhilfe. Trotz eines niedrigen Arbeitslosenanteils unter Erzieher:innen, Kinderpfleger:innen und Sozialarbeiter:innen, liegt die Zahl offener Stellen weiterhin auf einem hohen Niveau. Das führte in den letzten Jahren zu einem hohen Krankenstand im Personal und den Auswirkungen unbesetzter Stellen auf die Qualität der Betreuung. Dies kann sich langfristig auch auf die Erlangung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz, der ab dem ersten Geburtstag eines Kindes gilt, negativ auswirken.

Ein Blick in die Zukunft

Die Stadtverwaltung von Heidenau hat unterdessen einen Antrag der Fraktion CDU/FDP erhalten. Dieser fordert umfassende Informationen über den Zustand der Kitas, die laufenden Kosten sowie die Investitionen und die Personal- und Sachkosten. Diese Daten sollen bis Mai 2026 dem Stadtrat präsentierten werden, um auf Basis verlässlicher Informationen über die weitere Planung der Kitas und mögliche Anpassungen verhandeln zu können.

Wie es weitergeht, bleibt spannend. Heidenau könnte sich vor einer Wende bezüglich der Kita-Plätze befinden, abhängig von den Geburtenzahlen, der Wohnraumsituation und der Stabilität des Fachkräfteangebots in den kommenden Jahren. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, ob die Stadt auf die Herausforderungen optimal reagieren kann.