Schlammige Wanderwege auf der Kohlhaukuppe: Ein Albtraum für Freizeitler!

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Wolfgang Schindler berichtet über die schlechten Wanderwegbedingungen in der Sächsischen Schweiz nach Holzernte und Niederschlägen.

Wolfgang Schindler berichtet über die schlechten Wanderwegbedingungen in der Sächsischen Schweiz nach Holzernte und Niederschlägen.
Wolfgang Schindler berichtet über die schlechten Wanderwegbedingungen in der Sächsischen Schweiz nach Holzernte und Niederschlägen.

Schlammige Wanderwege auf der Kohlhaukuppe: Ein Albtraum für Freizeitler!

In der malerischen Umgebung der Kohlhaukuppe haben die Wanderer zurzeit einen harten Stand. Wolfgang Schindler, der seit 32 Jahren die Bergbaude betreibt, sagt: “Die Wege sind kaum noch passierbar.” Durch die Holzernte und die damit verbundenen Lkw-Fahrten sind die Wege stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Schindler berichtet von bis zu einem halben Meter tiefen Fahrspuren im Schlamm, die das Ausweichen fast unmöglich machen. Auch der asphaltierte Zufahrtsweg vom Geisinger Hüttenteich bleibt nicht verschont – breite Fahrzeuge haben den Rand aufgewühlt und somit zusätzliche Schwierigkeiten für Spaziergänger geschaffen.

Schindler spürt die negativen Auswirkungen direkt in seinem Geschäft. “Die Leute kehren um, anstatt bei uns einzukehren”, ärgert er sich über die Umsatzeinbußen, die durch die schlechten Bedingungen verursacht werden. In einer kürzlich stattgefundenen Ratssitzung in Altenberg wurde bereits auf die möglichen Schäden hingewiesen, die durch die Durchforstung der Wälder entstehen könnten.

Notwendigkeit der Holzernte

Die Durchforstung ist jedoch nicht ohne Grund. Wie Kristina Funke, Sprecherin des Forstbezirks Bärenfels, erklärt, ist sie Teil eines größeren Plans zur Förderung klimastabiler Wälder. Laut dem Bundesamt für Naturschutz ist es entscheidend, dass Wälder sich an den Klimawandel anpassen oder neu organisiert werden müssen, um ihre ökologischen Funktionen zu erhalten. Diese Arbeiten sind wichtig, um die Waldbiodiversität zu schützen und auch Kohlenstoffsenken zu erhalten.

Die Holzabfuhr wird noch zwei Wochen andauern. Danach ist geplant, die Wege zu reinigen und instand zu setzen. Schindler hofft inständig auf eine baldige Frostperiode, da dies die ideale Zeit für Holzerntearbeiten wäre. “Planen kann man das leider nicht”, sagt er resigniert.

Ein Blick auf die Zukunft der Wanderwege

Die Wanderer, die die idyllische Gegend besuchen wollen, brauchen derzeit Geduld und ein wenig Abenteuerlust. Die Stadt Altenberg hat bereits Maßnahmen angestoßen, um die Wege nach der Holzernte zu reparieren. Die Verpflichtung zur Schaffung von klimastabilen Wäldern könnte auf lange Sicht für die Region von Vorteil sein, doch die momentane Herausforderung bereitet vielen Betroffenen Sorgen.

Mit der Hoffnung auf baldmögliche Verbesserungen der Wegverhältnisse bleibt nur zu wünschen, dass die Wanderer bald wieder unbeschwert die natürliche Schönheit der Kohlhaukuppe genießen können.