Altenburger Land: Dringender Wohnraumbedarf trotz leerer Wohnungen!
Altenburger Land kämpft mit Wohnraummangel und altersbedingtem Sanierungsbedarf. Neubauprojekte sind dringend erforderlich.

Altenburger Land: Dringender Wohnraumbedarf trotz leerer Wohnungen!
Im Altenburger Land steht die Wohnsituation auf der Kippe. Ein aktueller Bericht des Pestel-Instituts beleuchtet ein drängendes Altersproblem im Wohnungsbestand: Rund 35.600 Wohnungen, die vor 1970 erbaut wurden, machen 65 % aller bestehenden Wohnungen im Landkreis aus. Viele dieser Immobilien benötigen dringend eine Sanierung, doch der Immobilienmarkt ist von steigenden Preisen geprägt. Die wirtschaftlichen Hürden erschweren den Zugang zu saniertem Wohnraum, und gleichzeitig manifestiert sich ein akuter Bedarf an neuen Wohnungen für Arbeitskräfte im Handwerk und Pflegebereich.
Wie die Analyse zeigt, wird die Zahl der Haushalte im Altenburger Land in den nächsten 15 Jahren um etwa 4.100 zurückgehen. Angesichts dieser Demografie müssen in der Region nicht nur leerstehende Wohnungen, von denen aktuell 6.300 seit einem Jahr oder länger ungenutzt sind, saniert werden, sondern auch zahlreiche Neubauprojekte angestoßen werden. Die Herausforderungen sind enorm: Viele der leerstehenden Wohnungen sind wirtschaftlich nicht mehr sanierbar, was drängt, neue Lösungen zu finden.
Sanierung und Wohnungsbau im Fokus
Die Prognose ist eindeutig: Die Zahl der Erwerbsfähigen wird in den nächsten 15 Jahren um 24 % auf 37.000 Menschen sinken. Gleichzeitig wird die Bevölkerung älter, und von den damals etwa 66.000 Einwohnern werden rund 26.200 Menschen im Rentenalter sein, was 37 % der Bevölkerung ausmacht. Diese demografischen Veränderungen machen einen Neubau unumgänglich, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Ein günstiges Baugeld mit maximal zwei Prozent Zinsen wird gefordert, um den Wohnungsbau zu fördern und als einen motorischen Faktor für die Binnenkonjunktur zu begreifen.
Gleichzeitig wird der Bund kritisiert, da überzogene Energiespar-Auflagen den Wohnungsbau unnötig verteuern und komplizieren. An dieser Stelle sind politische Entscheidungsträger gefragt, um die Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Bau von neuen Wohnräumen erleichtern und somit der Wohnungsnot im Altenburger Land entgegenwirken können.
Ein weites Feld zwischen Angebot und Nachfrage
Der deutliche Rückgang an Erwerbsfähigen kann auch auf die gesamte Situation des Arbeitsmarktes Einfluss nehmen. Während ein Teil der Bevölkerung in den wohlverdienten Ruhestand geht, bleibt die Frage, wo die künftigen Arbeitskräfte leben sollen. In einem Gebiet, wo der Bau von Neubauten nicht wie gewünscht vorankommt, könnte es an der Zeit sein, nicht nur zu renovieren, sondern die Strategien neu auszurichten.
Es ist klar: Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, muss der Wohnungsbau im Altenburger Land nicht nur stärker in den Fokus rücken, sondern auch aktiv angepackt werden. Die Notwendigkeit an neuen, bezahlbaren Wohnungen für junge Menschen, Alleinerziehende und Senioren steht im Raum. Damit die Region aufblühen kann, bedarf es tatkräftiger Anktionen und eines tiefen Verständnisses für die Bedürfnisse der Einwohner.