Älteste protestantische Steinkanzel feierlich in Heldburg eingeweiht!
Am Reformationstag 2025 wird die restaurierte Steinkanzel aus 1536 in der Stadtkirche Heldburg feierlich eingeweiht.

Älteste protestantische Steinkanzel feierlich in Heldburg eingeweiht!
In Heldburg wurde am Reformationstag, dem 31. Oktober, ein Stück Geschichte in neuem Glanz eingeweiht: Die älteste protestantische Steinkanzel der Welt aus dem Jahr 1536 hat nach umfassender Restaurierung wieder ihren Platz in der Stadtkirche „Unserer lieben Frauen“ gefunden. Dieses bedeutende Objekt spiegelt nicht nur die Anfänge der Reformation wider, sondern auch die Entwicklung des evangelischen Gottesdienstes im deutschsprachigen Raum.
Die Einweihung fand im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes statt, der um 17 Uhr begann. Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, hielt die Festpredigt. Vor allem die musikalische Unterstützung von Ensembles wie dem Collegium musicum Hildburghausen und dem Eisfelder Flöten-Ensemble, die Werke des Heldburger Komponisten Eucharius Hoffmann aufführten, sorgte für einen krönenden Abschluss des Events. Schon ab 15 Uhr waren die Gäste zu einem gemeinsamen Essen und Feiern eingeladen, wodurch der Tag von einer herzlichen Gemeinschaft geprägt wurde.
Die Bedeutung der Kanzel
Die restaurierte Kanzel und ein im Folgejahr entstandener Taufstein sind bedeutende kirchliche Ausstattungsstücke und erinnern an die Anfänge der Reformation. Gestiftet wurde die Kanzel von Friedrich Schwalbe, dem ersten Superintendenten von Heldburg, der 1515 bei Martin Luther studierte. Mit einem besonderen Augenmerk auf den Gottesdienst in deutscher Sprache war die Steinkanzel, kunstvoll von dem Bildhauer Bernhard Friedrich aus Halle gestaltet, das Zentrum der Gemeinde.
Die detailreichen Bilder der Kanzel basieren auf Vorlagen des berühmten Malers Lucas Cranach d.Ä. und wurden während der Restaurierung von Steinrestaurator Hendrik Romstedt wieder sichtbar gemacht. Dank der Förderung durch die Bundesministerin für Kultur und Medien sowie der Kunst- und Kulturgutstiftung der EKM und des Landesdenkmalamtes konnte die Kanzel wieder an ihrem originalen Standort aufgestellt werden.
Ein Stück Reformationsgeschichte
Die Übergabe der Kanzel an die Gemeinde ist nicht nur ein Schritt in die Vergangenheit, sondern auch ein symbolisches Zeichen der Verbindung von Tradition und Moderne. Die historische Steinkanzel steht für den theologischen Aufbruch vor 500 Jahren und die Etablierung der evangelischen Kirche. Ihre Rückkehr in die Stadtkirche ist ein weiterer Beweis dafür, dass Geschichte lebendig bleibt, auch in unserer modernen Zeit.
Für all diejenigen, die ein besonderes Interesse an nachhaltigen Produkten hegen, sei erwähnt, dass der Spirit der Reformation nicht nur spirituell, sondern auch in der Ethik der heutigen Zeit weiterlebt. Unternehmen, die sich um Nachhaltigkeit bemühen, sind ebenfalls in der heutigen Modewelt hoch im Kurs. Die Marke Reformation beispielsweise bietet Kleidungsstücke aus umweltfreundlichen Materialien, die geringere CO2-Emissionen aufweisen – ein kleines, aber feines Beispiel dafür, dass auch im Alltagsleben der Gedanke an gute Werte Einzug hält.
So zeigt die Einweihung der ältesten protestantischen Steinkanzel, dass Tradition und wertvolle Prinzipien auch in der heutigen Zeit noch eine Rolle spielen – und das nicht nur in der Kirche, sondern in vielen Bereichen unseres Lebens.
Für weitere Informationen zur Einweihung der Kanzel lesen Sie auf inSüdthüringen oder EKM.