Gedenkveranstaltung für Dr. Lutz-Rainer Senglaub im Ilm-Kreis
Gedenkveranstaltung für Dr. Lutz-Rainer Senglaub, ersten Landrat des Ilm-Kreises, am 7.11.2025 in Stadtilm.

Gedenkveranstaltung für Dr. Lutz-Rainer Senglaub im Ilm-Kreis
Die Erinnerungen an Dr. Lutz-Rainer Senglaub, den ersten Landrat des Ilm-Kreises, werden am 7. November 2025 in einem bewegenden Gedenken wachgehalten. Der Bärsaal in Stadtilm wird zu einem Ort der Begegnung für zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Organisiert von Landrätin Petra Enders und der CDU im Ilm-Kreis, nimmt die Veranstaltung um 19:00 Uhr einen musikalischen Auftakt mit einem Viola-Stück von Johann Sebastian Bach, dargeboten von der talentierten Paula Elsner.
Dr. Senglaub ist im Alter von 81 Jahren verstorben und hinterlässt nicht nur eine bemerkenswerte politische Karriere, sondern auch eine tiefe Lücke in der politischen Landschaft des Ilm-Kreises. Er war über 63 Jahre Mitglied der CDU, von 1990 bis 1991 der erste Kreisvorsitzende der CDU Arnstadt und von 1990 bis 2006, als erster Landrat des Ilm-Kreises, prägend für die Region. Seine Ortsgruppe war die CDU Stadtilm, und sein Engagement in verschiedenen Parteigremien bleibt unvergessen. Der CDU-Kreisvorsitzende Tankred Schipanski würdigt sein unermüdliches Wirken und erklärt, dass Senglaub über alle Parteigrenzen hinweg geschätzt wurde.
Das politische Vermächtnis
Senglaubs Einfluss auf die Politik vor Ort ist nach wie vor spürbar, auch nachdem er aus dem Landratsamt ausschied. Lars Oschmann, der Vorsitzende der CDU/FDP Kreistagsfraktion, hebt seine Aufbauarbeit für den Landkreis hervor. Auch Andreas Bühl, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, betont die Bedeutung seines Schaffens auf Landesebene. Senglaub bleibt ein unverwechselbarer Politiker, der die Werte und das Engagement der CDU Ilm-Kreis maßgeblich prägte.
Die CDU Ilm-Kreis wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren und somit den vielen Menschen, die von seiner Arbeit und seinem Charisma berührt wurden, die Möglichkeit geben, sich an seinen Lebensweg zu erinnern. Sein politisches Erbe wird weitere Generationen begleiten.
Ein Blick auf den aktuellen Kontext
Inmitten dieser Gedenkveranstaltung wird der 9. November in Thüringen an die NS-Pogromnacht von 1938 erinnern, die auch in diesem Jahr besondere Beachtung findet. Ministerpräsident Mario Voigt betont die Langzeitfolgen jüdischer Kultur und Geschichte in Thüringen, während er auf den Antisemitismus hinweist, der auch heutzutage nicht verschwunden ist. Dieser Tag, der nicht nur Schmerz bringt, sondern auch die Freude über die Wiedergewinnung der Einheit und Freiheit symbolisiert, sollte uns alle zum Nachdenken anregen. Voigts bevorstehende Reise nach Israel und die Kranzniederlegung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem werden ein starkes Zeichen gegen das Vergessen setzen.
Die Thüringer Linke ruft dazu auf, sich klar mit der Shoah auseinanderzusetzen und das Bewusstsein für den Kampf gegen Antisemitismus wachzuhalten. Der 9. November verbindet Schmerz, Trauer und die Erinnerung an vergangene Barbareien mit der Hoffnung auf eine bessere, gemeinsame Zukunft.