Wertvolle antike Skulpturen kehren nach Jena – Feier am 12. November!
Am 12. November 2025 feiert die Universität Jena die Rückkehr antiker Skulpturen mit Festakt und Vorträgen. Eintritt frei!

Wertvolle antike Skulpturen kehren nach Jena – Feier am 12. November!
Es wird gefeiert! Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bekommt ihre wertvollen Abgüsse antiker Skulpturen und Reliefs zurück. Diese Rückübertragung ist nicht nur für die Universität von Bedeutung, sondern für die gesamte Gelehrsamkeit in der Region. Die Rückkehr wird im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Mittwoch, dem 12. November, um 18 Uhr in den Rosensälen (Fürstengraben 27) zelebriert. Besucher sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Anlass teilzunehmen. Wie uni-jena.de berichtet, wird die Veranstaltung durch Grußworte von hochrangigen Vertretern, darunter Prof. Dr. Andreas Marx, der Präsident der Universität, bereichert.
Ein Highlight des Abends wird der Festvortrag von Dr. Heike Richter sein, der das Thema „Reisen im Kreis: Biografie(n) von Abgüssen Antiker Plastik am Lehrstuhl Klassische Archäologie der Universität Jena“ behandelt. Dieser Vortrag gibt Einblicke in die spannende Geschichte der Abgüsse und ihren Weg zurück nach Jena. Prof. Dr. Eva Winter hebt hervor, dass die Abgüsse ein Zeichen der Gelehrsamkeit der Jenaer Bürgerschaft sind und dass sie über die Jahre durch Spenden und Eintrittsgelder zusammengetragen wurden.
Ein Stück Geschichte kehrt zurück
Die Sammlung antiker Abgüsse hat eine bewegte Geschichte. Ursprünglich wurde sie im Jahr 1908 im Archäologischen Museum der Universität Jena untergebracht, doch die Wege führten weiter: 1962 wanderte sie ins Schloss Sondershausen und 1983 schließlich in die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Großer Verlust? Ich denke schon. Dennoch sind viele Abgüsse seit den 1990er Jahren als Dauerleihgaben nach Jena zurückgekehrt. Ein wahres Sammelsurium der Geschichte!
Wertvoll sind die Abgüsse besonders für Forschung und Lehre. Es steht zwar außer Frage, dass ihre genaue Werteinschätzung schwierig ist, doch einige Abgüsse zeigen heute sogar präzisere Abbildungen als die Originale, die durch Umwelteinflüsse sehr gelitten haben. Die Sorge um den Erhalt dieser wertvollen Stücke ist nicht unbegründet, da derzeit kein archäologisches Museum mehr existiert. Vorläufig werden die Abgüsse an verschiedenen Orten der Universität ausgestellt.
Ein Netzwerk voller Potential
Doch Jena steht nicht allein. Im Hintergrund arbeitet ein ganzes Netzwerk, in dem unter der Leitung von Prof. Dr. Johanna Fabricius an der Freien Universität Berlin die Gipsabgüsse antiker Plastik erfasst werden. Über 2000 dieser Abgüsse sind mittlerweile online zugänglich, und das Projekt hat impulsgebende Effekte auf die Sichtbarkeit und die Dokumentation der Sammlungsbestände. Dies ist ein spannender Vorstoß in die digitale Zukunft, wie auf geschkult.fu-berlin.de zu lesen ist.
Mit einer Vielzahl an Kooperationen und einem klaren Ziel vor Augen, holen die verantwortlichen Wissenschaftler das Bestmögliche aus den Sammlungen heraus. Die umfangreiche Dokumentation, die teilweise fast 9000 Fotos umfasst, sorgt nicht nur für ein gutes Händchen bei der Erhaltung dieser Kunstwerke, sondern auch für einen tieferen Zugang für Interessierte und Forscher.
Insgesamt ist die Rückkehr der Abgüsse nicht nur ein Zeichen der Hoffnung für die wissenschaftliche Gemeinschaft in Jena und darüber hinaus, sondern auch ein Fest für jeden, der sich für die Antike und ihre Kunst interessiert. Seien Sie dabei und feiern Sie mit!