Haselbachs Bürgerverein gewinnt Deutschen Nachbarschaftspreis 2025!
Der Bürgerverein Haselbach erhält den Deutschen Nachbarschaftspreis 2025 für das Projekt „Ellerlä“ in Sonneberg.

Haselbachs Bürgerverein gewinnt Deutschen Nachbarschaftspreis 2025!
In Haselbach, einem malerischen Stadtteil von Sonneberg, wurde jüngst ein wichtiger Preis für nachbarschaftliches Engagement verliehen. Der Bürgerverein Haselbach hat den Deutschen Nachbarschaftspreis für Thüringen erhalten, mit dem insgesamt 2.000 Euro dotierten Preis zeichnete die nebenan.de-Stiftung das Projekt „Ellerlä“ aus – ein Begriff, der so viel wie „Allerlei“ bedeutet. Dieses beeindruckende Vorhaben soll das Miteinander der Generationen stärken und bietet einen neuen Treffpunkt für alle Bürger.
In einer ehemaligen, leerstehenden Wohnung wurde ein einladender Gemeinschaftsraum geschaffen, der von Kleinen und Großen gleichermaßen genutzt wird. Kinder haben die Möglichkeit, sich hier regelmäßig zu versammeln: Sie lesen in einem Klub, erledigen ihre Hausaufgaben, spielen Tischfußball und lassen beim kreativen Basteln ihrer Fantasie freien Lauf. Begeisterte Eltern und Senioren sind ebenfalls herzlich willkommen, um an Lesungen teilzunehmen, gemeinsam zu kochen oder Nähkurse zu besuchen.
Ein Ort für alle Generationen
Wie es bei Mehrgenerationenhäusern üblich ist, wird das „Ellerlä“ zu einem Ort des Austauschs zwischen den Generationen. Die Initiativen der Mehrgenerationenhäuser bieten ein offenes Forum für Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft. Bei diesen Begegnungsorten stehen nicht nur Freude und Spiel auf der Agenda, sondern auch viele Workshops und Beratungsangebote, die das nachbarschaftliche Füreinander fördern. Über 530 solcher Häuser gibt es mittlerweile in Deutschland, und sie sind zentral in die jeweiligen Kommunen integriert.
Das „Ellerlä“ ist dabei keine Ausnahme, sondern ein Paradebeispiel, wie lokale Gemeinschaften zusammenwachsen können. Die Vereinsvorsitzende Andrea Knabner betont die hervorragende Arbeit, die die Mitglieder des Bürgervereins geleistet haben: „Es ist schön zu sehen, wie unser Raum zum Leben erweckt wurde.“ Ein entscheidender Unterstützer des Projektes ist die Sibylle-Abel-Stiftung, die nicht nur die Küche des Gemeinschaftsortes finanziert hat, sondern auch eine neue Bank im Haselbacher Mehrgenerationenpark stiftete. Diese wurde nun bei der Preisverleihung feierlich eingeweiht, bei der Doris Motschmann und Steffen Hähnlein von der Stiftung gratulierten.
Ein Beispiel für nachbarschaftliches Engagement
Nach dem Erfolg des Projekts „Ellerlä“ und der Auszeichnung mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis ist der Bürgerverein Haselbach ein leuchtendes Beispiel dafür, wie durch ehrenamtliches Engagement und kreative Ideen ganze Nachbarschaften belebt werden können. Über 900 Bewerbungen für den Nachbarschaftspreis wurden in diesem Jahr eingereicht, aus denen 16 Landessieger ausgewählt wurden – eine echte Anerkennung für die engagierte Arbeit in der Region.
Das Projekt in Haselbach zeigt, dass das Zusammenleben von Generationen nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine riesige Chance birgt. Es ist eine Möglichkeit, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen, und das ist es, was den Kern eines jeden Mehrgenerationenhauses ausmacht. Das „Ellerlä“ wird weiterhin ein Ort sein, an dem Geschichten erzählt und gemeinsam Lösungen für alltägliche Herausforderungen gefunden werden.
Für alle, die mehr über das Konzept der Mehrgenerationenhäuser erfahren möchten, gibt es umfassende Informationen auf der Webseite der Verband für Mehrgenerationenhäuser.