Thüringen ruft Tausende Frauen ab 70 zur lebenswichtigen Mammografie auf!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

In Thüringen erhalten 17.300 Frauen ab 70 Jahren Einladungen zur Mammografie, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen.

In Thüringen erhalten 17.300 Frauen ab 70 Jahren Einladungen zur Mammografie, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen.
In Thüringen erhalten 17.300 Frauen ab 70 Jahren Einladungen zur Mammografie, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen.

Thüringen ruft Tausende Frauen ab 70 zur lebenswichtigen Mammografie auf!

In den ersten Monaten des Jahres 2023 durften sich knapp 17.300 Frauen in Thüringen zwischen 70 und 75 Jahren über spannende Neuigkeiten im Bereich der Brustkrebs-Früherkennung freuen. Diese Frauen erhielten eine automatisierte Einladung zur Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm, welches ab Juli 2024 auf diese Altersgruppe ausgeweitet wurde. Die Kassenärztliche Vereinigung berichtete, dass seit Jahresbeginn Einladungen an diese ältere Generation verschickt werden, die zuvor lediglich für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren galt. In Thüringen ist das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm mittlerweile für etwa 412.300 Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren zugänglich und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Diese zahlen jedes Jahr rund 1.800 Diagnosen für Brustkrebs, die die häufigste Krebserkrankung unter Frauen darstellen, und das betrifft vor allem die Altersgruppe der 50- bis 75-Jährigen. Für diese Zielgruppe sind die Mammografie-Untersuchungen an den wohnortnahen Röntgenstandorten ein echter Vorteil.

Doch wie sieht die Realität bei der Teilnahme aus? Wir wissen, dass sich 1.400 Frauen der neu eingeladenen Altersgruppe selbst um einen Termin bemüht haben, jedoch bleibt unklar, wie viele letztlich das Screening in Anspruch genommen haben. Generell nutzen in Thüringen zwischen 56 und 57 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen das Angebot, was zeigt, dass das Interesse an Brustkrebs-Früherkennung hoch ist, wenn auch nicht durchgehend.

Erweiterung des Screenings

Eine große Neuerung bringt die Erhöhung der Altersgrenze für das Mammographie-Screening, die von 69 auf 75 Jahre angehoben wurde. Diese Entscheidung, die seit Juli 2024 wirksam ist, ermöglicht es zusätzlichen 2,5 Millionen Frauen in Deutschland, sich aktiv mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen. Frauen ab 70 Jahren müssen sich jedoch selbst melden, um eine Einladung zu erhalten. Die Informationsseite der Kooperationsgemeinschaft Mammographie bietet dazu hilfreiche Adressen und Informationen über die teilnehmenden Screening-Einheiten. Diese Selbstständigkeit ist besonders wichtig, denn eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die letzte Mammographie mehr als 22 Monate zurückliegen sollte.

Das Mammographie-Screening-Programm wird von renommierten Institutionen wie dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem Deutschen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unterstützt, welche den Nutzen der Mammographie für höher als die potenziellen Risiken der Strahlenexposition halten. Die Qualität des Programms ist streng geregelt: Jedes Mammographie-Bild wird von mindestens zwei Fachärzten unabhängig ausgewertet und die Prüfungen der Geräte sowie der untersuchenden Ärzte finden regelmäßig statt.

Statistiken und Überdiagnosen

Interessant sind auch die Statistiken, die aufzeigen, dass bei etwa 6 von 1.000 Teilnehmerinnen im Screening Brustkrebs im frühen Stadium erkannt wird. Statistisch gesehen können zwei bis sechs Frauen, die über 20 Jahre hinweg regelmäßig am Programm teilnehmen, vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt werden. Dennoch gibt es auch Bedenken zur Überdiagnose, wo Tumoren gefunden werden, die ohne das Screening möglicherweise nicht entdeckt worden wären. Etwa neun bis zwölf von 1.000 Frauen, die am Programm teilnehmen, erhalten eine Überdiagnose, was zu unnötigen Behandlungen führen kann, obwohl der Krebs das Leben der betroffenen Frau nicht beeinträchtigt hätte.

Angesichts der Tatsache, dass Brustkrebs in Deutschland jährlich etwa 69.000 Frauen betrifft, ist die Aufklärung und die Teilnahme an präventiven Programmen wie diesem essentiell. Gerade bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung sind die Heilungschancen in der Regel sehr gut. Es ist ein guter Moment, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen und sich gegebenenfalls einen Termin im Rahmen des Mammographie-Screenings zu sichern. Die regionale Betreuung, insbesondere durch vier Ärzte, sorgt dafür, dass frauennah behandelt wird und eine enge Begleitung besteht.

Insgesamt zeigt sich: Früherkennung kann Leben retten und es ist nie zu spät, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Die Mammografie ist eine wertvolle Möglichkeit, um Herz und Seele für die eigene Gesundheit zu stärken und einen Schritt in die richtige Richtung zu machen.