Thüringer Delegation in Israel: Hoffnung für Zivilschutz und Wirtschaft!
Innenminister Georg Maier reist am 9.11.2025 nach Israel, um zivile Nutzung militärischer Entwicklungen und Wirtschaftspartnerschaften zu diskutieren.

Thüringer Delegation in Israel: Hoffnung für Zivilschutz und Wirtschaft!
Ein bedeutender Besuch steht bevor: Innenminister Georg Maier wird im Rahmen einer Delegationsreise nach Israel aufbrechen. Ziel dieser Reise ist es, die militärischen Entwicklungen des Landes für zivile Zwecke zu erkunden – ein Konzept, das in der Fachwelt als “Dual Use” bekannt ist. Besonders im Fokus stehen dabei die Themen Zivilschutz und gesellschaftliche Resilienz, die seit der Corona-Krise und dem Ukraine-Krieg an Brisanz gewonnen haben. Thüringen zeigt großes Interesse daran, von den Erfahrungen Israels zu lernen, wie man sich in Krisenzeiten anpassen kann. MDR berichtet, dass Israel in dieser Hinsicht ein besonders relevantes Beispiel ist, da das Land seit Jahrzehnten mit Konflikten und gesellschaftlichen Unruhen lebt.
Die israelische Gesellschaft und die Wirtschaft haben unter diesen Herausforderungen gelernt, sich ständig anzupassen. Vor dem Ausbruch des Gaza-Kriegs demonstrierten zehntausende Israelis gegen die Umstellung der Justiz durch die Regierung von Benjamin Netanyahu, was auch die High-Tech-Branche erheblich betraf. Diese wichtige Wirtschaftssektor hat in jüngster Zeit gelitten: Zum ersten Mal schrumpft die Branche, und die Arbeitslosigkeit erreicht überdurchschnittliche Höhen. Auch die internationale Kritik an der Netanyahu-Regierung hat ihre Spuren in der Wirtschaft hinterlassen.
Hoffnung für die israelische Wirtschaft
Inmitten dieser schwierigen Situation wird der Besuch der Thüringer Delegation als Hoffnungsschimmer für die israelische Wirtschaft angesehen. Ministerpräsident Voigt wird die Bedeutung von Innovation, Mut und Zusammenhalt betonen, während er politische Gespräche in der Knesset und mit Regierungsvertretern in Jerusalem führt. Gemeinsam mit Innenminister Maier besteht das Ziel darin, bestehende Partnerschaften zwischen Thüringer Unternehmen und israelischen Start-ups auszubauen sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu festigen. Ein Thüringer Unternehmer wird während des Aufenthalts zudem einen neuen Vertrag mit seiner Partnerfirma unterzeichnen, was die Kooperation weiter stärken könnte.
Die Delegation wird bis Donnerstag in Israel bleiben, was den Thüringer Vertretern die Möglichkeit gibt, sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten zu machen und wertvolle Erfahrungen auszutauschen. Die Schaffung von resilienten Strukturen und der Austausch von Best Practices stehen hierbei im Vordergrund, um die Herausforderungen, welche sich aus globalen Krisen ergeben, gemeinsam anzugehen.
Damit zeigt Thüringen ein gutes Händchen im Umgang mit internationalen Beziehungen und will aus der Stärke Israels lernen, wie man sich in schwierigen Zeiten behaupten kann. In Anbetracht der hohen Beteiligung der High-Tech-Branche an sozialen Bewegungen in Israel ist es auch für die Thüringer Unternehmer von Bedeutung, die Rechtssicherheit und die Bedingungen für Investitionen in der Region zu verstehen.