Vom Lost Place zum Kulturjuwel: Weimars Sendehalle wird 2028 lebendig!
Das historische Funkhaus in Weimar wird bis 2028 zum Kulturzentrum umgebaut. Spenden und Denkmalschutzinitiativen unterstützen die Sanierung.

Vom Lost Place zum Kulturjuwel: Weimars Sendehalle wird 2028 lebendig!
Ein historisches Gebäude in Weimar erweckt zum Leben: Das ehemalige Funkhaus, das viele Jahre lang ungenutzt blieb, wird bis 2028 in ein neues Kulturzentrum umgebaut. Martin Kranz, Gründer der Stiftung Sendehalle Weimar, hat das imposante Bauwerk vor einem Jahr für eine Million Euro ersteigert und steckt nun viel Kraft in die Sanierung. Bereits 11 Millionen Euro sind für die Renovierung gesammelt worden, und die Finanzierung setzt sich aus einer Kombination von privaten Spenden, Stiftergeldern und 5,2 Millionen Euro aus Bundesmitteln zusammen. Das berichtet Tagesschau.
Die Renovierungsarbeiten sind umfangreich, denn das Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit: Es diente einmal als Gedächtnishalle für den Philosophen Friedrich Nietzsche und später als Funkhaus in der DDR. Nach dem Auszug des MDR um die Jahrtausendwende stand das Gebäude ganze 25 Jahre leer. Doch jetzt kommt wieder Leben in die Wände, und um die 300 Tonnen Müll, die sich im Gebäude angesammelt hatten, wurden bereits von ehrenamtlichen Helfern entfernt.
Experten an Bord
Für die Sanierung arbeiten erfahrene Experten, darunter Historiker, Denkmalpfleger und Statiker, zusammen, um das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Im Untergeschoss wurden bereits 47 Mauern entfernt, um den Originalzustand des Bauwerks wiederherzustellen. Erste Veranstaltungen fanden bereits im September 2025 im Obergeschoss statt, wo die Räumlichkeiten derzeit in einem guten und nutzbaren Zustand sind, auch wenn sie noch nicht generalsaniert sind.
Der Bauantrag für die vollständige Renovierung wird zurzeit erarbeitet, und obwohl es noch viele ungelöste Fragen zur Geschichte des Hauses gibt, könnte die Eröffnung des Kulturzentrums im Jahr 2028 klärende Antworten liefern. Der Klang der Zeit wird also bald wieder durch die Hallen hallen, und die Vorfreude auf dieses kulturelle Highlight wächst.
Denkmalpflege und Erhalt historischer Stätten
Die Förderung solcher Projekte ist ein wichtiges Anliegen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1985 für den Erhalt bedrohter Baudenkmale einsetzt. Diese größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland hat sich nicht nur der Rettung gefährdeter Denkmale gewidmet, sondern bietet auch pädagogische Programme und unterstützt jährlich etwa 600 Projekte. Insgesamt konnten über 7.500 Denkmale mit mehr als 750 Millionen Euro gefördert werden, was ein starkes Zeichen für den Erhalt unserer kulturellen Identität darstellt. Weitere Informationen dazu können auf der Website der Stiftung nachgelesen werden: Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
Die Weimarer Sendehalle könnte somit nicht nur ein Ort der Begegnung und Kultur werden, sondern auch ein Beispiel dafür, wie engagierte Menschen und Institutionen gemeinsam Geschichte bewahren und neu interpretiert.