Magdeburgs Schatz: 360 Jahre alter Abendmahlskelch wieder im Museum!

Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg wird ab 5. Juli 2025 ein restaurierter Abendmahlskelch aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt. Besuchen Sie die Sonderausstellung bis zum 31. August!
Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg wird ab 5. Juli 2025 ein restaurierter Abendmahlskelch aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt. Besuchen Sie die Sonderausstellung bis zum 31. August! (Symbolbild/NAG)

Magdeburgs Schatz: 360 Jahre alter Abendmahlskelch wieder im Museum!

Magdeburg, Deutschland - Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gibt es ab dem 5. Juli 2025 etwas ganz Besonderes zu sehen: Ein faszinierender Abendmahlskelch aus dem 17. Jahrhundert steht nun in der Dauerausstellung. Der Kelch, der auf stolze 360 Jahre zurückblickt, ist 20 Zentimeter hoch und besteht aus vergoldetem Silber. Ein echtes Meisterwerk, das nicht nur Sammlerherzen höher schlagen lässt, sondern auch einen wichtigen Platz in der Magdeburger Stadt- und Kirchengeschichte einnimmt. Laut Domradio stammt der Kelch ursprünglich aus der Sankt-Egidius-Kirche im Stadtteil Beyendorf-Sohlen und hat eine abenteuerliche Reise hinter sich, die ihn sogar nach Dänemark führte.

Das Besondere an diesem Kunstwerk ist nicht nur sein Herstellungsdatum, sondern auch die spannende Geschichte, wie er in das Museum gelangte. Der Kelch wurde vor gut drei Monaten auf einer Auktion in Dänemark ersteigert und anschließend umfassend restauriert. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt in einer Zeit, in der die lokale Kulturgeschichte im Fokus steht. Interessierte können den Kelch dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr besichtigen. Die Ausstellung bleibt bis zum 31. August geöffnet.

Ein Highlight unter den historischen Objekten

Zusammen mit dem Abendmahlskelch wurde auch eine silberne Abendmahlskanne aus dem frühen 18. Jahrhundert vorgestellt, die ebenso aus der zerstörten Katharinenkirche stammt. Diese beiden Objekte sind mehr als nur Relikte; sie sind Zeugnisse der traditionsreichen Silberschmiedekunst in Magdeburg und tragen zur Lokalidentität bei. Der Ankauf wurde zu gleichen Teilen vom Land Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg finanziert, was das Engagement der Stadt für ihre geschichtlichen Wurzeln unterstreicht, wie Kultur MD berichtet.

Die Objekte bilden zudem den Rahmen für eine kleine Sonderausstellung, die seit dem 13. Mai 2018 die Geschichte der Katharinenkirche nachzeichnet und damit einen tiefen Einblick in die kulturellen Wurzeln der Region gewährt.

Ein Ort für Kultur und Geschichte

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg, das 1906 gegründet wurde, hat sich nicht nur der Stadtgeschichte verschrieben, sondern präsentiert auch eine Vielzahl an kunsthistorischen Objekten. Es ist in einem Gebäude untergebracht, das in den Jahren 1901 bis 1906 errichtet wurde und als architektonisches Highlight in der Otto-von-Guericke-Straße 68–73 liegt. Neben dem Austausch der Stadtgeschichte zeigt das Museum zahlreiche Sammlungen, darunter 400.000 archäologische Funde, 11.000 Münzen und über 30.000 Drucke, passend zu einer beeindruckenden Geschichte der Stadt Wikipedia zufolge.

Die wichtigste Botschaft der aktuellen Ausstellung? Das kulturelle Erbe Magdeburgs wird lebendig gehalten und pflegt die Verbindung zur Historie der Stadt und ihrer Menschen. Wer also einen Blick in die Vergangenheit wagen möchte, sollte sich die Präsentation des Abendmahlskelchs und seiner Begleiter nicht entgehen lassen.

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OrtMagdeburg, Deutschland
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