Afghanen kehren mit Regierungszusage nach Deutschland – Hoffnung für viele!
Afghanische Staatsbürger fliegen erneut nach Deutschland. 1900 warten auf Ausreise; neue Regierung schränkt Aufnahmeprogramme ein.

Afghanen kehren mit Regierungszusage nach Deutschland – Hoffnung für viele!
Die Situation für afghanische Staatsbürger, die auf ihre Ausreise nach Deutschland warten, bleibt angespannt. Heute, am 11. November 2025, berichtet die Welt, dass erneut ein Flug von Islamabad nach Deutschland stattfand, der elf afghanische Staatsbürger beförderte. Diese Initiative folgt auf die Zusage der Bundesregierung und markiert den fünften Flug seit dem Regierungswechsel in Berlin.
Die Wartenden in Pakistan sind zahlreich. Rund 1900 Afghanen mit offiziellen Aufnahmezusagen verfolgen die Entwicklungen. Diese Menschen sind häufig ehemalige Ortskräfte oder Personen, die aufgrund ihres Engagements für Demokratie in Afghanistan verfolgt werden. In den letzten Wochen haben zirka 80 Afghanen aufgrund von gerichtlichen Entscheidungen Einreiseerlaubnisse erhalten. Trotzdem wurde das Aufnahmeprogramm unter der neuen CDU-geführten Bundesregierung im Mai gestoppt, was viele der Wartenden in eine ungewisse Lage bringt.
Hintergründe der Unterbrechung
Das Programm umfasste in der Vergangenheit nicht nur ehemalige lokale Mitarbeiter der Bundeswehr, sondern auch gefährdete Afghanen. Die Tagesschau berichtet, dass die neuen Koalitionsverträge von CDU, CSU und SPD vorsehen, diese freiwilligen Aufnahmeprogramme weitestgehend einzustellen. Stattdessen bot die Bundesregierung einigen Afghanen finanzielle Anreize, um auf die Einreise zu verzichten. Dies hat zu einem gewissen Unmut unter den Betroffenen geführt, die sich mit einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz an die Regierung wandten.
Dennoch gibt es Lichtblicke: Unter den aktuell geflogenen Afghanen sind etwa 220 ehemalige Ortskräfte, 60 Personen auf einer „Menschenrechtsliste“, 600 aus dem Überbrückungsprogramm und etwa 1000 aus dem Bundesaufnahmeprogramm für Afghanistan. Die Organisation „Kabul Luftbrücke“ leistet hierbei Unterstützung und kämpft für die Rechte der Betroffenen, um sicherzustellen, dass diese nicht vergessen werden.
Gerichtliche Maßnahmen und Herausforderungen
Trotz der schränkenden Maßnahmen und der sich wandelnden politischen Landschaft haben viele Afghanen einen langen Weg hinter sich. Erst kürzlich reisten 14 Afghanen mit Aufnahmezusage nach Deutschland ein. Dies geschah nach einer gerichtlich durchgesetzten Einreise, was zeigt, dass es auch in ausweglosen Situationen Hoffnung gibt. Diese Ankommenden hatten alle erforderlichen Verfahren erfolgreich durchlaufen und sind damit ein Zeichen für die Möglichkeit, dass auch andere Afghanen ihren Traum von Sicherheit und einem Neuanfang in Deutschland verwirklichen können.
Die Situation bleibt jedoch prekär. Die anhaltenden Abschiebungen aus Pakistan und das strikte Vorgehen der deutschen Regierung lässt viele in Angst leben. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte die Regierung unternehmen wird, um den verbleibenden Afghanen die Einreise zu ermöglichen und ihren Versprechungen gerecht zu werden.