Mieten im Havelland explodieren: 30 Prozent mehr in drei Jahren!

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Mietpreise im Havelland stiegen um 30% in drei Jahren. Durchschnittliche Kaltmiete nun bei 12,14 Euro pro qm.

Mietpreise im Havelland stiegen um 30% in drei Jahren. Durchschnittliche Kaltmiete nun bei 12,14 Euro pro qm.
Mietpreise im Havelland stiegen um 30% in drei Jahren. Durchschnittliche Kaltmiete nun bei 12,14 Euro pro qm.

Mieten im Havelland explodieren: 30 Prozent mehr in drei Jahren!

Die Mietpreise im Havelland haben in den letzten drei Jahren einen steilen Anstieg erlebt. Aktuell verzeichnen die Immobilienmärkte eine Erhöhung um beeindruckende 30,26 Prozent. Die durchschnittliche Kaltmiete ist von 9,32 Euro pro Quadratmeter im ersten Quartal 2022 auf nunmehr 12,14 Euro pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2025 gestiegen, wie maz-online.de berichtet.

Das Havelland hat sich somit auf den achten Platz unter den deutschen Regionen mit den stärksten Mietsteigerungen katapultiert. Nur Berlin mit einem Anstieg von 42,58 Prozent und Oberhavel, das mit 30,05 Prozent auf dem neunten Platz steht, schneiden schlechter ab. Im Gegensatz dazu belegt das Havelland nun den 54. Platz bei den teuersten Mieten in Deutschland, ein sprunghafter Anstieg von zuvor Rang 105.

Ein Blick auf die Mietpreise

In der Gartensiedlung Schönwalde-Glien wurden letztes Jahr zwölf Doppelhäuser fertiggestellt. Diese sind zu Nettokaltmieten zwischen 12,50 und 15 Euro pro Quadratmeter zu haben. Der durchschnittliche Mietpreis im Havelland, basierend auf den Daten von Immobilienscout24, liegt derzeit bei 9,71 Euro pro Quadratmeter, was ebenfalls einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu 2022 (8,07 Euro) darstellt.

Besonders in Falkensee im Osthavelland sind die Mietpreise am höchsten, hier liegen sie bereits bei 11,96 Euro pro Quadratmeter. Im Westhavelland hingegen finden sich deutlich günstigere Optionen, wie in Nennhausen (7,45 Euro) oder Rathenow (7,24 Euro).

Die Ursachen der steigenden Mietpreise

Ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung ist das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt. In beliebten Ballungszentren, die oft durch Zuzug von Menschen aus dem In- und Ausland profitieren, wird die Nachfrage größer als das Angebot. Zudem haben sich die Baukosten in den letzten Jahren um 20 bis 30 Prozent erhöht – von 1.500 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2021 auf nunmehr 2.300 Euro erhöht, was die Situation weiter verschärft.

Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen können die Mietpreisentwicklung maßgeblich beeinflussen. Die Einführung von Mietpreisbremsen könnte theoretisch den Anstieg eindämmen, jedoch sind Auswirkungen in der Praxis oft schwierig abzuschätzen.

Ausblick auf den Markt

Die Zukunft des Immobilienmarkts im Havelland sieht durch die anhaltend hohe Nachfrage und die steigenden Baupreise eher düster aus. Der Rückgang bei Bauprojekten und die schwindenden Angebote an Mietwohnungen sind klare Anzeichen dafür, dass die Mietpreise in nächster Zeit weiter steigen könnten. Das Empirica-Institut zeigt auf, dass nicht nur im Neubau die Preise zunehmen, sondern auch im Bestand. Dies könnte auf eine längerfristige Entwicklung hindeuten, von der vor allem die Vermieter profitieren werden.

Insgesamt gilt, dass die Mietpreise durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst werden. Wichtig bleibt, dass sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch politische Maßnahmen eine Rolle spielen. Die Nachfrage nach Wohnraum in aufstrebenden Regionen bleibt hoch und sorgt dafür, dass Mieten auch in Zukunft weiter steigen werden, wie engelvoelkers.com unterstreicht.