Eisernes Erbe: S-Bahn-Chef Peter Buchner stirbt kurz vor 59. Geburtstag

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Peter Buchner, ehemaliger S-Bahn-Chef, prägte den Nahverkehr in Berlin und starb kurz vor seinem 59. Geburtstag.

Peter Buchner, ehemaliger S-Bahn-Chef, prägte den Nahverkehr in Berlin und starb kurz vor seinem 59. Geburtstag.
Peter Buchner, ehemaliger S-Bahn-Chef, prägte den Nahverkehr in Berlin und starb kurz vor seinem 59. Geburtstag.

Eisernes Erbe: S-Bahn-Chef Peter Buchner stirbt kurz vor 59. Geburtstag

Mit großer Trauer gab die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bekannt, dass Peter Buchner, der langjährige Geschäftsführer der S-Bahn Berlin, verstorben ist. Buchner, der am 8. November 2025 seinen 59. Geburtstag gefeiert hätte, hinterlässt seine Frau, seinen Sohn und über 3.000 Mitarbeiter, die er in seiner Zeit als Leiter der S-Bahn stets unterstützte und motivierte. Die Nachricht von seinem Tod erschütterte nicht nur die S-Bahn-Familie, sondern auch viele Fahrgäste und Kollegen aus der Branche, die seine offene Art und sein Engagement für den Nahverkehr schätzten. Die EVG beschreibt Buchner als “einen echten Eisenbahner”, der das Gesicht des Nahverkehrs in der Region über Jahrzehnte mitprägte.

Buchner trat im Juli 2009 als Geschäftsführer der S-Bahn Berlin an, zu einem Zeitpunkt, als das Unternehmen in einer tiefen Krise steckte. Das Eisenbahn-Bundesamt hatte die meisten Züge aufgrund mangelhafter Wartung stillgelegt, was dazu führte, dass Fahrgäste teils bis zu 45 Minuten auf Züge warten mussten. Diese schwierige Situation erforderte einen Mann mit Vision und Entschlossenheit, und so übernahm Buchner die Herausforderung, die S-Bahn zu retten. Der Tagesspiegel berichtet, dass Buchner 2009 seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte, wo er mit einer neuen Kommunikationsweise, die Transparenz in den Vordergrund stellte, überzeugte.

Ein Leben für die Bahn

Peter Buchner war schon immer ein Mann der Bahn. Während seiner gesamten beruflichen Laufbahn sammelte er reichlich Erfahrung in verschiedenen Positionen, unter anderem bei der Usedomer Bäderbahn, DB Regio Nordost und den Busverkehren Oder-Spree sowie Märkisch-Oderland. Er war zu seiner Zeit ein leidenschaftlicher Nutzer der S-Bahn und besaß nie ein Auto—seiner Überzeugung nach war die Bahn die beste Art zu reisen. Die EVG hebt hervor, wie Buchner das Unternehmen nicht nur durch schwere Zeiten manövrierte, sondern es auch wieder zu einer beliebten Fortbewegungsalternative für die Berlinerinnen und Berliner machte.

Kurz nach seinem Amtsantritt bemühte sich Buchner um verbesserte Kundeninformation und Servicequalität. Dies brachte ihm 2010 den “Zweitpeinlichsten Berliner”-Titel ein, den das Magazin “Tip” verlieh. Dennoch wurde ihm auch ein Preis für hervorragenden Kundendialog zuteil, was seinen Engagement für die Fahrgäste unterstreicht. Buchner war bekannt für seine offene Art—nicht nur gegenüber seinen Mitarbeitern, sondern auch in den Gesprächen mit den Fahrgästen. Bei einem Fahrgastsprechtag des Kundenverbands Igeb wurde er positiv aufgenommen und beschloss, die direkte Kommunikation mit den Reisenden zu fördern.

Würdigung und Vermächtnis

Im Juni 2025 überreichte Buchner dem 1.000. neu ausgebildeten Lokführer seine Lizenz und stellte damit eindrucksvoll seine Wertschätzung für die Ausbildung und Entwicklung von Mitarbeitern unter Beweis. Harmen van Zijderveld, der Regionalverkehrsvorstand der DB, würdigte Buchner als weitsichtigen Manager und geschätzten Kollegen. Vor seinem Tod war Buchners Ansehen in der Branche hoch, insbesondere nach der Entlassung des DB-Konzernchefs Richard Lutz im August 2025.

Peter Buchner wird als jemand erinnert, der sein professionelles Leben der Bahn gewidmet hat und der für viele ein Vorbild war. Sein Verlust trifft nicht nur die S-Bahn, sondern auch all jene, die mit ihm gearbeitet haben oder auf seine Visionen für den Nahverkehr vertrauten. In diesen schweren Zeiten bleibt uns sein Erbe in Erinnerung, und die Branche wird ihn schmerzlich vermissen.