Gesundheitsreform in Brandenburg: Seelow zeigt Zukunft der Versorgung!
Am 30.10.2025 besuchte die Gesundheitsministerin Seelow, um den Strukturwandel in der Gesundheitsversorgung Brandenburgs zu fördern.

Gesundheitsreform in Brandenburg: Seelow zeigt Zukunft der Versorgung!
Am 30. Oktober 2025 hat die Gesundheitsministerin von Brandenburg, Britta Müller, den Gesundheitscampus in Seelow besucht. Im Rahmen dieses Besuchs stellte sie die Bemühungen der IGiB (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg) vor, die sich für eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung in der Region einsetzt. Gemeinsam mit Partnern wie der AOK Nordost und der IKK Brandenburg und Berlin ist es das Ziel, innovative Projekte zu entwickeln und umzusetzen, um den Herausforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen. AOK Nordost berichtet, dass die Umwandlung von Landkrankenhäusern der Grundversorgung dabei eine zentrale Rolle spielt. Durch den optimalen Einsatz vorhandener Ressourcen soll die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert werden.
Ein weiteres wichtiges Anliegen, das von Catrin Steiniger, der Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), betont wurde, ist die Notwendigkeit, den lokalen Akteuren genügend Gestaltungs- und Finanzierungsspielraum zu geben, um regionale Angebote auszubauen und zu verbessern. „Wir brauchen Freiheit und die entsprechenden Mittel, um die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen zu stärken“, so Steiniger.
Der Gesundheitscampus Seelow als Vorzeigeprojekt
Der Gesundheitscampus in Seelow gilt bereits als Beispiel für eine erfolgreiche regionale Versorgung, die auf den Prinzipien der IGiB basiert. Waldemar Wiets, Bereichsleiter der Gesundheitslandschaft bei der AOK Nordost, unterstreicht, dass der Strukturwandel in Seelow positive Auswirkungen auf die Versorgungssituation hat. Das Projekt bündelt dabei die Erfahrungen und den Willen der regionalen Akteure, um die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern.
Ein wichtiges Element in dieser Transformation ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern. Laut einem Bericht des Ministeriums für Gesundheit Brandenburg, wurde der zweite IGiB-Zukunftsforum in Potsdam abgehalten, wo innovative Konzepte und neue Versorgungsmodelle diskutiert wurden. Müller, die die Veranstaltung als Schirmherrin eröffnete, setzte sich für eine grundlegende Reform des Gesundheitssystems ein, um das Ziel der flächendeckenden Versorgung zu erreichen.
„Die Krankenhausreform wird nicht nur Veränderungen mit sich bringen, sondern auch Chancen für die Patientenversorgung schaffen“, erklärte Müller. Es wird angestrebt, dass alle Krankenhausstandorte in Brandenburg als zentrale Orte der regionalen Gesundheitsversorgung erhalten bleiben, während gleichzeitig komplexere Leistungen konzentriert und sektorenübergreifende Planungen verstärkt werden.
Die IGiB wurde 2009 gegründet und setzt sich besonders für die Sicherung der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen ein. Ihre Mitglieder, darunter KVBB, AOK Nordost und die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin, arbeiten gemeinsam an kreativen Lösungen, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bestrebungen rund um die IGiB und den Gesundheitscampus in Seelow ein Zeichen setzen für die zukünftige Gesundheitsversorgung in Brandenburg. Es bleibt abzuwarten, wie diese Entwicklungen die regionale Struktur langfristig gestalten werden.