Kranich-Tod in Brandenburg: Geflügelpest trifft hunderte Tiere!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Im Landkreis Märkisch-Oderland wurden 130.000 Tiere aufgrund der Vogelgrippe getötet. Aktuelle Entwicklungen und Informationen.

Im Landkreis Märkisch-Oderland wurden 130.000 Tiere aufgrund der Vogelgrippe getötet. Aktuelle Entwicklungen und Informationen.
Im Landkreis Märkisch-Oderland wurden 130.000 Tiere aufgrund der Vogelgrippe getötet. Aktuelle Entwicklungen und Informationen.

Kranich-Tod in Brandenburg: Geflügelpest trifft hunderte Tiere!

In Deutschland breitet sich die Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, derzeit besorgniserregend aus. Aktuellen Berichten von Deutschlandfunk zufolge wurden bereits etwa 400.000 Tiere getötet, um das Virus einzudämmen. Besonders betroffen sind Kraniche, die an verschiedenen Orten in Brandenburg verendet aufgefunden werden.

Verendete Kraniche werden seit Tagen in Brandenburg geborgen, wobei Helfer im Landkreis Märkisch-Oderland in zwei Mastbetrieben die Tötung von 130.000 Tieren anordnen mussten. Auch in Niedersachsen, wo fast 15.000 Tiere in einem Putenbetrieb gekeult werden müssen, hat das H5N1-Virus Fuß gefasst. Aber wie kommt es zu solchen Ausbrüchen? Laut Martin Beer, dem Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit, haben sich die Kraniche offenbar durch Kontakt mit anderen Wildvögeln, wie Wildenten und Wildgänsen, infiziert. Diese tragen das Virus, ohne selbst schwer zu erkranken.

Der Vogelzug und seine Folgen

Die aktuelle Situation steht in direktem Zusammenhang mit dem Vogelzug. Wildvögel rasten auf ihrem Weg in die Winterquartiere, was zur Verbreitung des Virus beiträgt. Insbesondere Kraniche sind dabei hochempfänglich für das H5N1-Virus, weil sie in engen Gruppen leben. Während das Friedrich-Loeffler-Institut darüber berichtet, dass der Höhepunkt des Wildvogelzugs noch nicht erreicht ist, beobachten Wissenschaftler bereits eine Zunahme von Infektionen in mehreren Regionen, darunter Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, wo auch Todesfälle bei Kranichen verzeichnet wurden.

Neben der Sorge um die Wildvögel sind auch kommerzielle Geflügelhalter stark betroffen. Mehr als 30 Betriebe in Deutschland fassen bereits Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche ins Auge. Die Auswirkungen sind dramatisch, und der Druck auf die Tierhalter steigt.

Was geschieht im Alltag der betroffenen Regionen?

Die tollwütige Vogelseuche stellt nicht nur einen gesundheitlichen Risikofaktor für die Tiere dar, sondern zieht auch erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich. Landwirte sind gezwungen, sich auf die unsichere Lage einzustellen und Notfallpläne zu entwickeln. Im Januar 2024 wurden bereits in Deutschland neun Ausbrüche von hochpathogener aviärer Influenza festgestellt.

Die Herausforderungen sind vielfältig. Laut Informationen von Friedrich-Loeffler-Institut sind einzelne Geflügelhalter und auch Betriebe mit Legehennen und Puten betroffen. Bisher gab es 31 bestätigte Fälle bei Wildvögeln, wobei der Großteil der Fälle in Niedersachsen, Bayern und Brandenburg aufgezeichnet wurde.

Die Vogelgrippe bleibt ein ernstes Thema, das alle betrifft. Ob die betroffenen Regionen mit der Lage gut umgehen können, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Allen voran bleibt die Hoffnung, dass die Infektionswelle bald abflacht und es zu keinen weiteren Todesfällen kommt.